Blog by arp

Verleihung Literaturpreis Grassauer Deichelbohrer 2020/2021 per Livestream

Am 5. März 2021 um 19 Uhr ist es endlich so weit – Grassau gibt die Gewinner des Literaturpreis Grassauer Deichelbohrer 2020 bekannt.
Aufgrund von Corona wurde die Preisverleihung ins neue Jahr verschoben. Doch auch jetzt kann sie zum Schutz der Autoren und Gäste nur als Livestream stattfinden. Trotzdem soll es eine feierliche Veranstaltung werden, zu der wir herzlich einladen!

Nach einem Grußwort des Bürgermeisters von Grassau, Stefan Kattari, wird Angeline Bauer durch den Abend führen. Sie ist Autorin und war Vorsitzende der Jury.

An ihrer Seite Manfred Stecher, der die sechs Gewinnergeschichten lesen wird. Der Schauspieler und Musiker ist bekannt aus Fernsehproduktionen wie Tatort, Der Alte oder Soko. Er spielte Hauptrollen in diversen Rosamunde Pilcher Filmen, dem ZDF-Traumschiff oder der ZDF-Serie ‘Die Rosenheim-Cops‘.

Die sechs Gewinnerinnen des Grassauer Deichelbohrer sind

Alexandra Grüttner-Wilke  – Dornröschen
Barbara Schilling – Der Balkon, seine Bühne
Daniela Esch – Was du nicht siehst
Henrike Sänger – Abreisetag
Sylvia Schmieder – Hakim
Verena Gaupp – Jesus auf meiner Terrasse

Welche der Geschichten auf die ersten drei Plätze kamen, ist auch den Autorinnen bisher nicht bekannt. Es bleibt also spannend!

So können Sie den Livestream sehen:
Klicken Sie auf folgenden Code
Sie können sich jetzt bereits anmelden. Wenn Sie die Glocke ganz unten betätigen, werden Sie am Freitag, den 5. März um 19 Uhr automatisch an den Livestream erinnert.

Literaturzeitschrift ‚außer.dem‘ – Lesungen im Netz!

Kennen Sie die Literaturzeitschrift außer.dem? Sie ist verlagsunabhängig und erscheint seit 1999 einmal pro Jahr in München. Veröffentlicht werden dort zeitgenössische, moderne Texte in Lyrik und Prosa, die nicht themengebunden sind und vom eingeführten Literaturbetrieb abweichen. Das Spektrum reicht von Lyrik in gebundener Sprache über progressive Lyrik und Prosa bis zu sprachartistischen Nicht-Texten.

außer.dem veranstaltet auch regelmäßig Lesungen zur Präsentation ihrer Hefte. Nachdem es 2020 wegen Corona keine Heftpräsentationen und auch keine Lesungen zur neuen Ausgabe geben konnten, hat die Redaktion mit Originalvideos der Autor*innen ein Video produziert, auf das ich hier hinweisen möchten. Alle 23 Autor*innen der letzten Ausgabe präsentieren auf diesem Weg ihre Texte – hier geht es zum Video.

Und falls Sie sich für ein Heft interessieren: Hier geht’s zur HEFTBESTELLUNG

Textbeiträgen gibt es von Sven Beck, Thomas Büch, silvio colditz, Lydia Royen Damhave, Marco de las Heras, Hermann Eberl, Tobias Falberg, Zuzana Finger (Übers.), Jürgen Flenker, Axel Görlach, Judith Hennemann, Jan-Marco Jahnke, Horst Jahns, Jan Kuhlbrodt, Fitzgerald Kusz, Anke Laufer, Huang Lihai, Hartwig Mauritz, Marcus Roloff, Hedy Sadoc, Syna Saïs, Verena Schestak, Arno Schlick, Shpëtim Selmani, Jürgen Wittmann, Sui Xin (Übers.) und einer Illustration von Frank Milautzcki.

 

Hören erleben mit H.G. Quadflieg – Vortragen ist mehr als nur vorlesen

Das Verständliche an der Sprache ist nicht das Wort selber, sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo, mit denen eine Reihe von Wörtern gesprochen wird, kurz, die Musik hinter den Worten, die Leidenschaft hinter dieser Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft: alles das also, was nicht geschrieben werden kann.

Dieses Zitat von Friedrich Nietzsche steht ganz oben auf der Webseite von H.G. Quadflieg

LITERAAUDIO

LITERARISCH-MUSIKALISCHE-HÖRERLEBNISSE

H.G. Quadflieg liest im Studio Texte ein

Das Zitat spricht mir aus der Seele. In meinem langen Autorenleben musste ich mir auf diversen Autorentreffen sehr viele schlecht vorgetragenen Lesungen anhören. Zu oft denken Autoren, dass es genügt, den Text vorzulesen. Aber mit sang- und klanglosem Ablesen nehmen sie dem Inhalt die Kraft und werden dem Text nicht gerecht. Schenkt ihm jedoch der Vortragende die Liebe, die ihm gebührt, trifft der Text den Zuhörer mitten ins Herz.

Das gilt für Texte wie auch für Fotografien, Musik und vieles andere im Leben. Ein Fotograf, der sich nicht die Mühe macht, sein Foto auf-merksam zu betrachten, es geradezurichten, ihm etwas mehr Kontrast oder Licht zu geben, wird kein gutes Foto erhalten. Es bleibt eben eine Aufnahme, die er irgendwann einmal gemacht hat. Ein Bild, dem man ansieht, dass der Fotograf es nicht liebhat.

Günter Quadflieg weiß, wie es geht. Es sind Textfragmente, die er vorträgt, untermalt von Musik, ergänzt durch eine Fotografie oder ein Gemälde, das sich auf das Wesentliche beschränkt – wie eben die Texte selbst.

Die Bilder sehen, die Augen schließen. Die Texte hören, die Musik einatmen. Erleben kann man das hier

Aber auch die Soundtracks und Fotofilme von H.G. Quadflieg sind erlebenswert. Schauen Sie hier

Der bayrische Konjunktiv als Lebensgefühl

Heute geht es mal um den ‘bayrischen Konjunktiv‘, der laut Thomas Kernert im Bayernland weniger als grammatikalische Regel denn als Lebensgefühl gesehen werden sollte. Eine Sendung darüber habe ich morgens während meiner Gymnastik gehört. Normalerweise trainiere ich eine halbe Stunde. Doch diese Auslassungen über den ‘bayrischen Konjunktiv‘ war so witzig, klug und interessant, dass ich bis zum Ende dabeiblieb und mich immer wieder zum Lachen animiert fühlte.

Es heißt ja: Deutsch Sprache – schwere Sprache. Aber wenn man sich erst mal auf das Bayrische einlässt, dann schlackern einem die Ohren! Ich könnte jetzt hier vorgreifen und einige Auszüge aus dem Text als Beispiel bringen, aber all diese herrlichen Pointen vorwegzunehmen, wäre einfach zu schade. Hören Sie doch selbst! Hier der Link zum BR Podcast >“I waar nochad da Kini!“ – Der Konjunktiv als Lebensgefühl<

Und falls Sie des Bayrischen nicht mächtig sind – keine Angst, es wird alles übersetzt!

Noch ein Wort zum Autor. Thomas Kernert wurde 1956 in München geboren, lebt noch dort im Umland und studierte Philosophie und Geschichte. Seit 1984 ist er freier Autor für Hörfunk und Printmedien, hat aber auch einige Bücher veröffentlicht.

Neuerscheinung aus unserem Verlag – Drei Fernradwege zusammengefasst Weser – Elbe – Weser-Harz-Heide

Angeline Bauer

Weser – Elbe – Weser-Harz-Heide

Drei Radfernwege zu einer Radreise

zusammengefasst

Mit unserem Reisebericht verschaffen wir Ihnen einen Überblick über drei Radfernwege. Ob Sie nur eine der Touren oder alle drei im Verbund fahren wollen, hier finden Sie Informationen, die Ihnen dabei helfen, sich ein Bild zu machen. Die angegebenen Streckenabschnitte erleichtern es Ihnen, eigene Planungen durchzuführen. Über wichtige Sehenswürdigkeiten auf der Route informieren wir Sie ausführlich. In welchem Bundesland sie sich gerade befinden, geben wir jeweils an. Auf Streckenbeschreibungen verzichten wir, da es sich um Radfernwege handelt, die gut ausgeschildert sind, und ein Tourenplaner auf dem Smartphone im Notfall weiterhilft.

ISBN E-Book : 978-3-946280-66-8
ISBN Buch: 978-3-946280-67-5
ASIN : B08RYYVDRN

Preis 4,99 / 9,99

Weitere Radreisebücher finden Sie hier

Der Glast – ein Begriff, der langsam aus unserem Wortschatz verschwindet

‚Der Glast‘ ist ein Begriff, der langsam aus unserem Wortschatz verschwindet. Das wurde mir klar, als ich mich mit einer norddeutschen Freundin und Kollegin über einen Text unterhielt, den sie geschrieben hatte und mir zum Lesen gab. Ich schlug ihr vor, anstelle des Wortes Schein, das sie ein paar Zeilen weiter oben bereits gebraucht hatte, das Wort Glast zu verwenden, um einen Wiederholungsfehler zu vermeiden. Doch sie kannte das Wort nicht. Ich habe nachgeforscht und fand heraus, dass ‘Glast‘ eher bei uns im Süden gebräuchlich ist bzw. war – denn es ist eines dieser Wörter, die wohl langsam aussterben werden. Schade eigentlich, denn es klingt malerisch, wie ich finde!

Der Glast (verwandt auch mit gelb, eine Mehrzahl gibt es nicht) ist ein anderes Wort für Glanz. Es steht für Schein, Schimmer, das Leuchten, das von einem Naturelement wie Sonne (Sonnenglast), Feuer, Blitz oder den Sternen ausgeht. Bei uns im Süddeutschen wird es hin und wieder noch gebraucht, ebenso in der Poesie. Dort meint es neben Schimmer oder Leuchten auch Gefunkel, Geflimmer, Geglitzer oder im übertragenen Sinne Ruhm, Größe, Glorie, Pracht, Prunk oder Herrlichkeit.

Hier ein Beispiel aus Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht ‚Das Spiegelbild‘ (dritte Strophe)

Zu deiner Stirne Herrscherthron,
Wo die Gedanken leisten Fron
Wie Knechte, würd‘ ich schüchtern blicken;
Doch von des Auges kaltem Glast,
Voll toten Lichts, gebrochen fast,
Gespenstig, würd‘ ein scheuer Gast,
Weit, weit ich meinen Schemel rücken.

Weitere ‚fast vergessene Wörter‘ auf meinem Blog:

Schwadronieren

Techtelmechtel

Hagestolz

Grisette

adies

Plumeau

Guffen

Matz – in früherer Bedeutung

Sappralott

Anders Alborg liest im Internet-Radio

Anders Alborg ist einer der Autoren, die es mit ihrer Geschichte auf die Longlist des ‚Literaturpreis Deichelbohrer‘ und damit in die Anthologie ‚Geheimnis‘ geschafft haben. Sie ist im Herbst im Verlag ‚by apr‘ erschienen.
Anders Alborg hält heute Abend gegen 18 Uhr eine halbstündige Lesung im Internet-Radio (Radio 889FM Kultur). Wer Lust auf Lesung hat, kann sich hier informieren.
Anders Alborgs Geschichte in der
trägt den Titel ‚Umkehr‘.

Gregor Samsa geht live am 3.12. um 20 Uhr

      Das Blogprojekt ‚Gregor Samsa‘ des Bremer Literaturkontors wird zur Online-Lesung

Sechs Autor*innen, sechs Geschichten, ein verbindendes Thema: Corona und wir. Das Blogprojekt „Gregor Samsa sind ich“ des Bremer Literaturkontors e.V. neigt sich dem Ende zu. Zum Abschluss gibt es eine virtuelle Lesung. Am 3. Dezember um 20 Uhr präsentieren Lui Kohlmann, Leyla Bektaş, Florian Reinartz, Jörg Isermeyer und Janika Rehak Einblicke in ihre Geschichten.

Fans des Blogs verfolgen die Geschichten bereits seit August, zu finden unter diesem Link. In der zweiten Novemberhälfte finden die Abenteuer der Figuren ein (vorläufiges) Ende: Eine Comic-Heldin fiebert dem Ergebnis ihres Corona-Tests entgegen (Lui Kohlmann), ein blockierter Schriftsteller entdeckt unerwartet die Vorteile des Lockdowns (Florian Reinartz), eine Alltagsbeobachterin beschreibt die kleinen und großen Auswirkungen der Pandemie (Betty Kolodzy), eine alte Dame erlebt die Isolation auf einer Krankenhausstation (Leyla Bektaş), ein Sänger versucht sich auf kreativen Abwegen (Jörg Isermeyer), eine junge Frau stellt ihre Beziehung infrage (Janika Rehak).

Wer den Blog bereits verfolgt, lernt die Hintergründe zu den Geschichten und ihre Verfasser*innen näher kennen, Neueinsteiger dürfen sich auf spannende Geschichtsfragmente freuen. Und auch wer den Blog bereits von vorn bis hinten durchgelesen hat, darf sich auf etwas Neues freuen: Lui Kohlmann hat ihre Comic-GIFs in Videos umgewandelt und bietet damit bislang unveröffentlichtes Material. Projektleiterin Janika Rehak hält zudem einige Informationen über die Entstehung des Projekts und die Idee dahinter bereit. Der Bremer Autor Helge Hommers führt als Moderator durch den Abend.

Die Anmeldung erfolgt über folgende Mailadresse: janika.rehak@gmail.com
Am Tag vor der Lesung wird der Einladungslink per Mail verschickt.

„Gregor Samsa sind ich“ ist ein Projekt des Bremer Literaturkontors und wird unterstützt von der VGH-Stiftung, der Waldemar Koch Stiftung sowie der Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

Vierter Teil der Rezension von Dr. Maria Hobl

Glühen – von Anja Sturmat

Es beginnt verheißungsvoll. Ein Mann – dass es einer ist, wird erst später klar – folgt bei einem nächtlichen Spaziergang zuerst einer Katze und dann einem Lichtschein in ein Haus. Er geht in die Wohnung einer seltsam anziehenden Frau – und da endet die Erzählung und lasst den Leser ratlos zurück …

Dornröschen – von Alexandra Grüttner-Wilke

Man nennt es wohl Ko-Morbidität. Ein Kind ist in die Traumwelt seiner kranken Mutter eingesponnen. Eine traurige Geschichte – gut erzählt.

Jesus auf meiner Terrasse – von Verena Gaupp

Der bärtige Kerl, der bei Mona auf der Terrasse sitzt, entpuppt sich als interessanter Gesprächspartner. Mit seinen Wundern klappt es allerdings nicht so gut. Nach seiner ‚Enttarnung‘ bleibt Mona mit ihm in Kontakt und dabei ein wenig in Zweifel, wen sie da eigentlich vor ich hat. Als Leser folgt man mit einigem Vergnügen ihren Überlegungen.

Der Brief – von Katrin Hamel

Ein Brief und ein Duft reißen eine alte Wunde auf. In ein mit Mühe neu gestaltetes Leben bricht die Vergangenheit ein. Die Autorin lässt uns die Hoffnung, dass noch alles gut werden kann.

Fenster putzen – von Wolfgang Spreckelsen

Die fleißige Hausfrau, die uns erklärt, wie man Fenster gut putzen kann, erzählt dann auch von ihrem Garten, dem Kompost und ihrer sonstigen Hausarbeit. Bei der wird sie von Besuchern gestört, die einen Vermissten suchen. Sie aber erzählt uns beiläufig von anderem störenden Besuch, ihrem Likör und den vielen Einmachgläsern im Keller. Es wird immer unheimlicher und erinnert dabei ein wenig an die schaurige Adventsgeschichte von Loriot.

Umkehr – von Anders Alborg

Nicht gerade Jekyll und Hyde – eher Dr. Drosten und ‚die große Chantal‘. Schlüpfrig, schwülstig beschreibt der Autor die Verwandlung eines braven Wissenschaftlers in eine Kurtisane – der dann eine überraschende Entscheidung gelingt.

Was du nicht siehst – von Daniela Esch

Eine moderne Fee – ob sie gut oder böse ist, kann man schwer entscheiden. Hier heißt sie Bella, ihr Name könnte aber auch Alexa oder Siri sein. Drei Menschen sind – jeder auf seine besondere Weise – von ihr beeinflusst. Sie aber weiß, dass das ihr eingeschriebenes Handeln ihr eigenes Unglück befördert. Das ist ein modernes Märchen, dass man mir so noch nicht erzählt hat.

Wahlfreiheit – von Verena Kerick

Was wäre, wenn – die alte Frage wird immer wieder neu gestellt. Frau Kerick erzählt uns zweimal eine Lebens- und Liebesgeschichte, die je nachdem ob Ja oder Nein gesagt wurde, sehr verschieden ausgeht. Das Geheimnis spielt nur eine Rolle als Köder, der letztlich ohne Bedeutung bleibt. Das Ganze wirkt auf mich ein wenig arg konstruiert.

Von alten Männern mit weißen Bärten – von Adi Traar

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit? Jonathans Leben verläuft nicht in gleichem Tempo. Im Wald findet er Zeichen, die ihm zu verraten scheinen, was es damit auf sich hat. Die Erzählsplitter passen nicht unbedingt zusammen, auch über manche Formulierung bin ich gestolpert. Die Idee der Geschichte fand ich aber anregend.

Hakim – von Sylvia Schmieder

Es ist doch eine amüsante Idee, eine Preisverleihung für den literarischen Nachwuchs zu thematisieren. Eine frustrierte Germanistin schleicht sich ein – eigentlich nur wegen ihrer kulinarischen Gelüste – schlüpft in die Rolle eines nicht erschienenen Teilnehmers und füllt sie immer mehr aus. Die Sprache ist manchmal nicht auf der Höhe der Idee – aber insgesamt ist diese letzte Geschichte der Anthologie ein passender Abschluss.

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Dritter Teil der Rezension von Dr. Maria Hobl

Schiller und Schmetterlinge – von Helge Streit

Eine altgewordene Lehrerin besucht regelmäßig ihre Tante im Krankenhaus. Ein ‚alter Bekannter‘ nähert sich ihr an, und sie fährt nun immer mit ihm dorthin. Er denkt erst, sie sei krank, ihr Ende sei nah. In dieser Situation will er ein Missverständnis aufklären, das seit Jahrzehnten zwischen ihnen steht – eine eindringliche Geschichte über Vorurteile, die nicht verschwinden wollen.

Homecoming Queen – von Iris Boss

Es soll ein glücklicher Abend werden – ein Triumph. Eine Schauspielerin ist in ihrer Heimatstadt auf dem Weg in das Kino, in dem ihr Film seine Premiere haben soll. Ihre glückliche Stimmung wir von einer Person gestört, die ihr auf dem Weg folgt und dann im Kino regelrecht im Nacken sitzt und die sie sehr ängstigt. Die eingestreuten Gedanken und Erinnerungsfetzen lassen nur vage Vermutungen zu, wer diese Person sein könnte und was sie der Protagonistin angetan hat. Die Mutter?

Abreisetag – von Henrike Sänger

Ein kleines Mädchen lernt die Kraft des Begehrens kennen. Ein Armband – es hängt vor ihrer Nase und ist doch unerreichbar. Sie sucht nach Wegen, wie sie das Armband bekommen kann. Ihre ältere Schwester könnte ihr helfen, will aber nicht. Das Mädchen überschreitet schließlich seine eigenen moralischen Grenzen – nur um festzustellen, dass die Schwester noch weiter gegangen ist! Es ist spannend, dem Kind in seiner Qual zuzusehen. Man würde ihm gerne das Armband geben, um es zu erlösen!

Die Spieluhr – von Ingrid Krüger

Zwischen einer Urenkelin und ihrer liebevollen Uroma besteht ein enges Band. Bei ihren regelmäßigen Besuchen erfreut sich die Urenkelin an einer Spieluhr, die sie immer wieder gerne hört. Nach dem Tod der geliebten Urgroßmutter fällt der jungen Frau das gesamt Erbe zu, auch die Spieluhr. Diese Uhr enthält ein Geheimnis, das ein neues Licht auf das Leben der Uroma wirft. Dies ist nun eine neue, nicht sehr aufregende Variante des Themas: Tod, Erbschaft, gelüftetes Geheimnis.

Praxisstudien – von Stefanie Maurer

Eine junge Frau ist erst einmal glücklich, dass ein attraktiver Mann, der sie für sein Buchprojekt als eine von 100 verführt hat, zu ihr zurückgekehrt ist – sie fühlt sich auserwählt. Dann aber liest sie eine Notiz, mit der ein neues Projekt des Bestsellerautors angedeutet wird – und gerät in Panik.
Eine witzige Geschichte.

Neunundvierzig Prozent – von Janina Rehak

Ein Mann im Café reflektiert über Zahlen, über Untreue, über den Unterschied zwischen Theorie und Praxis – und sucht doch nur eine wissenschaftlich schön fundierte Ausrede für seine eigene Amoralität.

Das Muschelarmband – von Sabine Flatau

Ein Junge – mit seinen Eltern in eine Schlossanlage gezogen – erkundet den Speicher und findet ein Bild, aus dem ihn eine junge Frau ansieht, die in fasziniert. Das Bild wird als sehr wertvoll erkannt und soll ausgestellt werden. Der Junge aber geht auf die Suche nach der Geschichte des Mädchens auf dem Gemälde – und findet nicht nur diese, sondern bald auch eine lebendige Version seiner Entdeckung. Eine Art Jugendmärchen.

Begegnung – von Greta R. Kuhn

Eine unerwartete Begegnung mit einer Freundin aus frühen Kindertagen ruft in der Erzählerin die Erinnerung an eine gemeinsame unschuldige Schuld wach – eine Schuld, die nie eingestanden wurde und das Leben der Protagonistin geprägt hat. Frau Kuhn hat für diese Geschichte eindringliche Sprachbilder gefunden.

Demnächst geht es weiter!

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Zweiter Teil der Rezension von Dr. Maria Hobl

Heute geht’s weiter mit meiner Rezension der Anthologie ‚Geheimnis‘

Dr. Maria Hobl rezensiert sechs Geschichten der Anthologie Geheimnis

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Schlönderklamm – von Bernhard W. Rabe

In einer Mischung aus Sozialreportage über die Frühindustrialisierung und ‚Game of thrones‘-Stil wird das Leben in einem wüsten Dorf geschildert. Die sprachlichen Bilder verrutschen manchmal ein wenig, aber der angedeutete Weg zur Erlösung der gequälten Bewohner ist interessant und macht auf eine Fortsetzung neugierig.

Meine fremde Tochter – von Ursula Winkler

Weil ein Geheimnis nicht gelüftet werden kann oder soll, scheitert die ersehnte Annäherung zwischen einer Mutter und ihrer verlorengeglaubten Tochter. Warum die Antwort auf die Frage nach dem unbekannten Vater so hinter einer Mauer des Schweigens bleiben muss, erschließt sich mir – der Leserin – leider nicht.

Jagdinstinkt – von Anita Hetzenauer

Die Hauptfigur – wahrscheinlich die Teilnehmerin eines Seminars – findet im Garten einen Schatz. Sie wird ihn aber wegen ihres unbedachten Handelns bald wieder verlieren. Leider entspricht der etwas banale Schluss nicht dem gelungenen Suspense des Anfangs.

Der Konfirmand – von Gerlinde Kurz

Eine alte Frau ist gestorben. Die Erbin durchblättert bei einem Glas Wein ein Fotoalbum und entdeckt dabei ein schreckliches Familiengeheimnis. Das ist so dicht und lebendig erzählt, dass ich gerne weiterlesen würde!

Und der Kuckuck hat gerufen – von Corinna Huber

Ein Bauernbub geht zum Mähen auf die Alm, steigt weiter hinauf in den Schnee und geht verloren. Das ist in einer ganz eigenen Sprache erzählt, raunend, fast singend. Für mich bisher die beste Geschichte der Sammlung!

Unter Bäumen – von Yvonne Mehrle

Ein Mann – ein Großvater – besucht ‘seinen‘ Baum im Wald. Dieser Baum, mit dem er spricht, war ihm väterlicher Freund und Lebensbegleiter. Bald erfährt er, dass auch seine geliebte Enkelin einen solchen Freund hat. Wie bei fast jedem Märchen muss ich eine Weile nachdenken, was mir diese Geschichte sagen will.

In ein paar Tagen mehr ….

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Dr. Maria Hobl rezensiert die Anthologie ‚Geheimnis‘

Heute möchte ich den Besuchern meines Blogs Frau Dr. Maria Hobl vorstellen. Als leidenschaftliche  (Viel-) Leserin hat sie sich bereiterklärt, die Anthologie ‚Geheimnis‘ zu rezensieren.

Sie wird ihre Eindrücke in mehreren Etappen vorstellen.

Und hier die ersten sechs Geschichten …

Vielleicht – von Manuela Trummer
Ein Junge, der auf den neuen Mann seiner Mutter eifersüchtig ist, begeht unbesonnen eine ziemliche gemeine Untat. Er findet dann aber auf den richtigen Weg zurück – ohne dieses Happy End hätte ich die Geschichte interessanter gefunden.

Mutterleid – von Nasanin Kamani
Eine Frau wartet in Corona-Zeiten alleine auf ihren Schwangerschaftsabbruch und reflektiert dabei ihre Beziehungen und ihre Vorstellung, wie ihr Leben nicht sein soll. Die Sprache wirkt hektisch und ist mit vielen internet-affinen Elementen durchsetzt. Trotzdem bleibt man nicht unberührt.

Der Balkon, seine Bühne – von Barbara Schilling
Ein Mann zeigt sich gerne auf seinem Balkon. Alles was wir von ihm erfahren ist reine schöne Oberfläche. Auch seine Beziehung ist seelenlos und endet – leider ziemlich vorhersehbar – abrupt. Die Sprache dieser Geschichte ist ebenso glatt wie der Mann auf dem Balkon – nicht ungeschickt, eher im Stil eines Hochglanzmagazins.

Knarzende Dielen – von Leon Alexander Schmidt
Eine alte Freu denkt an ihrem „Geburtstag“ an eine Nacht zurück, in der sie mit ihren Leidensgenossen einen Befreiungsschlag gewagt hat. Die Geschichte ist – bei aller Knappheit – von großer Intensität.

Die Frau im Fenster – von Iris Geyer
Ein junger Anwalt – noch ungebunden aber mit einer leisen Sehnsucht nach Liebe und Familie – sieht im Morgenlicht seine neue Nachbarin am Fenster. Sie fasziniert ihn, er verliebt sich in sie. Auch ein seltsames Geheimnis, das sich ihm bald enthüllt – ändert daran nichts.
Ich habe den Eindruck, dass die Autorin hier einen Mann beschreibt, denn sie sich so wünschen würde!

Pepescha – von Michael Heine
ein Mann erinnert sich nach dem Tod seiner Mutter an seine gemeinsame gefahrvolle Flucht am Ende des 2. Weltkriegs aus dem Osten Deutschlands. Bei der Sichtung ihres Nachlasses enthüllt sich ihm ein Geheimnis, dass alle Gewissheit seiner Erinnerung zerstört. Der Autor gibt der Geschichte einen märchenhaften Ton, der ihr sehr guttut.

Demnächst mehr ….

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Daniela Esch liest aus ‚Was du nicht siehst‘

Hier kann man in eine der Gewinnergeschichten des ‚Grassauer Deichelbohrer 2020‘ reinhören – die Autorin Daniela Esch liest aus ihrer Geschichte ‚Was du nicht siehst‘.
Man findet Daniela Esch auch auf Facebook.

Geschichten aus dem Leben – oft heftiger als der Roman erlaubt!

Geschichten aus dem Leben sind oft heftiger als der Roman erlaubt! Das glauben Sie nicht? Ich will es Ihnen beweisen …

Im Zuge eines Lektorats wies ich eine Autorin freundlich darauf hin, dass manchmal weniger mehr ist:

  • Die Dinge nicht ständig wiederholen, denn die Wiederholung macht sie nicht glaubwürdiger, vielmehr ermüdet sie den Leser.
  • Überflüssige Informationen einfach weglassen.
  • Und besser etwas weniger Sentimentalität (das Wort Kitsch wäre passender gewesen, aber ich hielt mich zurück).

Worauf sie mit weinerlicher Stimme antwortete: „Aber das ist wirklich passiert!“

Nach diesem Telefongespräch fiel mir folgende Geschichte aus meinem eigenen (Autoren-) Leben ein, die ich heute amüsant finden kann, damals allerdings nicht:

Ich hatte eine Freundin, die der Liebe wegen von Bayern nach Berlin gezogen war. Die Zeit vor unserer räumlichen Trennung gestaltete sich schon ‘irgendwie schwierig‘, danach wurde es nicht besser. In all unseren Briefen und Telefonaten ging es meist um ihre Beziehung, die nicht so lief, wie sie sich das vorstellte. Ehrlich gesagt hatte ich nie verstanden, was sie an diesem langaufgeschossenen, schlaksigen Weltverbesserer so großartig fand, der nach dem Motto lebte: Lieber alternativ sein als gar nichts tun!
So vergingen zwei Jahre, in denen wir uns nicht gesehen, nur geschrieben und telefoniert hatten. Dann rief sie eines Tages an und fragte: „Dürfen wir euch mal besuchen? Am liebsten gleich nächsten Sonntag, ab Samstag haben wir nämlich Urlaub. Und wir bleiben dann so etwa eine Woche.“
Ich war einverstanden. Wenn auch zögernd. Nur ein Aber: „Du weißt ja, auch wenn ich zu Hause bin, ich muss arbeiten (ja, auch Schreiben ist Arbeit!!!). Ich habe also nur an den Abenden Zeit für euch.“
„Macht nichts!“, rief meine Freundin fröhlich, „wir brauchen ja bloß eine billige Urlaubsadresse.“
Da fiel mir die Kinnlade runter. Bloß eine billige Urlaubsadresse?! Hatte sie das wirklich gesagt? Eigentlich hätte ich an dieser Stelle sofort aufbegehren müssen, aber ich war so fassungslos, dass mir die Worte im Halse stecken blieben.
Als ich meinem Mann davon erzählte und überlegte, ob ich sie anrufen sollte, um sie wieder auszuladen, schüttelte er den Kopf, meinte: „Das hast du bestimmt falsch verstanden! Sie hat sicher nur Spaß gemacht!“ Ich verstand allerdings den Witz bei der Sache nicht.
Sie kamen pünktlich, aber mit leeren Händen. Nicht mal eine Flasche Billigwein vom Discounter hatten sie als Gastgeschenk im Gepäck oder wenigstens ein selbstgepflücktes Blümchen. Dafür war der Reifen eines ihrer beiden Motorräder kaputt, und sie benutzten unser Auto samt dem darin befindlichen Benzin, um vierzig Kilometer entfernt einen neuen zu beschaffen. Sie benutzten auch unser Telefon, unsere Handtücher, unsere Terrasse, unser Gästezimmer, unsere Badewanne und kochten sogar einmal für uns – allerdings mit Zutaten aus unserer Gefriertruhe.
Sie waren schon ein paar Tage unsere Gäste, als ich meine Freundin bat, mir eine Tasse Kaffee ins Arbeitszimmer zu bringen. Es war acht Uhr abends, und ich saß immer noch am PC, weil ich einen dringenden Abgabetermin hatte. Sie brachte mir den Kaffee, wies mich jedoch verärgert darauf hin, dass sie nicht meine Bedienstete und dies schließlich ihr sauerverdienter Urlaub sei. Und überhaupt, erklärte sie mir später am Abend, sei mein Egoismus unerträglich. Immerzu wolle ich Recht haben, und immerzu müsste ich die erste Geige spielen.
Gewöhnlich standen mein Mann und ich morgens als erste auf und machten Frühstück für uns und unsere ‘Gäste‘. Doch am nächsten Morgen schliefen wir ausnahmsweise mal etwas länger. Als wir ins Esszimmer kamen, saßen meine Freundin und ihr Liebster bereits beim Frühstück – allerdings hatten sie nur für sich gedeckt, Eier gekocht und Kaffee aufgebrüht.
Am vorletzten Abend ihres Besuches verklickerten mir die beiden schließlich, dass ich ganz schön spießbürgerlich geworden sei, mit meinem gepflegten Vorgarten und meinem Bestreben, mich ins hiesige, kleinkarierte Dorfleben einzuordnen. Und dass ich schon an nichts Anderes mehr denken könnte als immerzu nur an Arbeit! Ob mir denn gar nicht auffällt, dass ich intellektuell völlig verkümmere, wahnsinnig gestresst sei und fortwährend nur herumhetze? Arbeiten, arbeiten, arbeiten! Und selbst wenn ich nicht arbeite, würde ich noch arbeiten! Wäsche waschen, aufräumen, putzen! Und dann nachts Baldrian schlucken, damit ich schlafen kann! Ob ich denn glauben würde, dass das gesund für mich sei? – Also für sie beide wäre das jedenfalls nichts, erklärten sie mir. Sie bräuchten schon ab und zu mal ein bisschen Zeit für sich selbst und ihre Bedürfnisse. Für ihr Hobby zum Beispiel, die Motorräder – die sie im Übrigen nach jeder Fahrt mit so viel Leidenschaft blitzeblank putzten, wie Spießbürger Karlchen Müller sein neues Auto!
Ich verwies eingeschüchtert auf unsere finanzielle Situation (mein Mann war damals arbeitslos), die ich eben nur meistern könne, indem ich fleißig arbeite, und bekam prompt eine einleuchtende Antwort:
„Da müsst ihr halt eure Ansprüche runterschrauben! Das tun wir ja schließlich auch!“
Es war nämlich so – meine Freundin jobbte seit kurzem nur noch halbtags, weil sie mehr Zeit für ihre Selbstfindung brauchte, und ihr Freund ließ sich umschulen, weil ihm der alte Job schon lange stank. Deshalb mussten die beiden jetzt mit viel weniger Geld auskommen. Und deshalb konnten sie sich auch keinen Urlaub mehr leisten. Aber wie ich sehen konnte, ließ es sich ja auch so ganz gut leben! Man musste eben nur die bürgerlichen Zwänge abstreifen und sich gegen den ewigen Alltagsstress wehren! Wie hieß es doch bei den 68igern so schön: Macht kaputt, was euch kaputt macht!
Diese Geschichte liegt nun dreißig Jahre zurück und ist wirklich passiert. Heute würde ich die beiden knallhart raussetzen, aber damals hat mich das irgendwie überrollt.
Nun gut, kommen wir zum eigentlichen Thema zurück, dem Schreiben nämlich.
Ich habe dieses Erlebnis in einem meiner (heiteren) Romane mit einer Prise Ironie aufgearbeitet. Ich habe nichts hinzugefügt und nicht übertrieben! Kommentar einer Leserin: „Der Roman hat mir gefallen, bloß die Sache mit der Freundin fand ich schon sehr übertrieben.“
Und was lernen wir daraus?
Richtig:  Die Geschichten, die das Leben schreibt, sind mitunter heftiger als der Roman erlaubt. Also lässt man sie besser weg, denn das glaubt einem doch keiner!

Mit den Zufällen verhält es sich übrigens ähnlich. Obwohl die dramatischen Schicksalsschläge meist mit einem simplen Zufall verknüpft sind, sollte man beim Schreiben immer eine ‘vernünftige‘ Begründung für solche Zufälle im Ärmel haben, damit es die Leser auch glauben …

Anthologie Geheimnis – Rezension

Und schon ist die erste Rezension zur Anthologie ‚Geheimnis‘ veröffentlicht – zu finden auf Yvonne Tunnats Blog Rezensionsnerdista. Da hat sie sich echt viel Mühe gemacht, zu jeder Kurzgeschichte einen kleinen Abriss geschrieben.

 

 

Die Anthologie ‘Geheimnis‘ ist erschienen

‘Geheimnis‘ war das Thema für den Literaturwettbewerb Grassauer Deichelbohrer 2020. Die sechs Nominierten, die es auf die Shortlist schafften, waren zur Preisverleihung am Samstag, den 10. Oktober in die Villa Sawallisch in Grassau eingeladen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde aber kurzfristig beschlossen, die Preisverleihung auf Samstag, den 6. März 2021 zu verlegen.
Die Anthologie zum Wettbewerb – eine Zusammenfassung der 30 Geschichten, die auf die Longlist kamen – erschien jedoch wie geplant. Sie ist bereits jetzt bei den meisten Internethändlern als Buch oder E-Book erhältlich, aber auch Ihre BuchhändlerIn kann sie über den Großhändler bestellen.

Geheimnis – Anthologie Grassauer Deichelbohrer

ISBN E-Book: 9783946280644 / 978-3-946280-64-4
ISBN Buch: 9783946280651 / 978-3-946280-65-1
ASIN – B08JZC34M1

320 Seiten kosten 12,99 € als Buch und 5,99 € als E-Book

Zu bestellen u.a. hier

Rezension der Anthologie NÄHE – Literaturpreis Grassauer Deichelbohrer

Yvonne Tunnat hat in ihrem Blog

‘Rezensionsnerdista‘

die Anthologie ‘NÄHE – Literaturpreis Grassauer Deichelbohrer 2019‘

rezensiert und sich die Mühe gemacht, zu allen Geschichten eine kurze Abhandlung zu schreiben.

Hier geht es zum Blogbeitrag und

hier zu Yvonne Tunnats Facebookseite.

Die Anthologie erhalten Sie bei den üblichen Internethändlern, unter anderem hier bei Hugendubel, aber auch Ihr Buchhändler kann sie bestellen.

 

ISBN Buch: 978-3-946280-60-6
308 Seiten / Preis: 12,99 €

ISBN E-Book: 978-3-946280-57-6  /  ASIN: B07K6JDNNL /  Preis: 5,99 €

 

Gregor Samsa sind ich – ein Projekt von Bremer AutorInnnen

GREGOR SAMSA SIND ICH

Ein Corona-Fortsetzungs-Roman-Projekt von Bremer Autor*innen und dem Bremer Literaturkontor.

Das Jahr 2020 steht bislang ganz im Zeichen von COVID-19. Das Virus hat den Alltag fest im Griff und wird auch in den kommenden Wochen und Monaten unser Leben mitbestimmen.

Existenzängste, Home Office und Kinder(not)betreuung, die Frage nach der eigenen Systemrelevanz, Sorge um geliebte Menschen, die eigene Gesundheit und das System Demokratie sind für Menschen weltweit Realität geworden. Gesundheit wird zur politischen Frage, aber auch zur persönlichen Pflicht. Was für viele Menschen eine Krise ist, darin sieht jemand anders vielleicht eine Chance. Manche/r fühlt sich in seiner Existenz bedroht, andere erfinden sich neu.
Sechs Bremer Autor*innen setzen sich mit dem Thema nun literarisch auseinander, jeder für sich, ein stückweit gemeinsam, auf jeden Fall aber: Mit Abstand.

Der virtuelle Schreibprozess spiegelt die (Nicht)Begegnung der Gesellschaft in Zeiten verordneter Distanz wider.  Die Autor*innen schreiben, suchen, dokumentieren, (hinter)fragen, tasten sich heran an die „neue Realität“ und an die eigene, veränderte Rolle in Kunst, Gesellschaft und Familie.

Der Titel „Gregor Samsa sind ich“ ist der Figur aus der Erzählung „Die Verwandlung“ (Franz Kafka) entliehen. Eines Tages wacht der Protagonist auf und stellt fest, dass er sich über Nacht in einen riesigen Käfer verwandelt hat – ein Umstand, mit dem er von nun an leben muss.

Vom Corona-Virus ist jedoch, im Gegensatz zu Kafkas Geschichte, nicht nur eine Einzelperson und ihr engeres System betroffen, sondern eine ganze Gesellschaft. Somit steht Gregor Samsa stellvertretend für das Erwachen und Sich-Zurechtfinden-Müssen in einem veränderten, verwandelten Alltag.

Wir alle sind Gregor Samsa.

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Seine letzte Bahnfahrt

Ab sofort neu im Programm!

Seine letzte Bahnfahrt
Neun Ladykrimis
von Ronda Hendrikus

E-Book

Neun Ladykrimis
Ronda Hendrikus

 

Neun spannende Ladykrimis von Ronda Hendrikus. Je etwa eine Dreiviertelstunde Lesevergnügen, gerade gut für die MIttagspause, die Bahnfahrt oder abends vor dem Schlafengehen …

Seine letzte Bahnfahrt
Die zweite Frau
Die große Chance
Süßes mit Gift
Frau Helgers Großneffe
Ein Collier, das es in sich hat!
Karibische Nächte
Die Heiligen Drei Könige
Das Au-pair-Mädchen

Ein Privatdetektiv, der spurlos verschwindet, ein Ehemann, der sich als Mörder entpuppt, Erpressung, Betrug und Einbruch … den Leidtragenden dieser Geschichten bleibt wohl nichts erspart. Doch auch die Ermittler sind nicht von gestern und kommen den Tätern fast immer auf die Spur.

ISBN: 978-3-946280-63-7 / ASIN: B088HGHVB6

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