Nähe / Literaturpreis Grassauer Deichelbohrer 2019

Die Anthologie zum Literaturpreis ‚Grassauer Deichelbohrer‘ 2019 ist erschienen.

Die 33 Kurzgeschichten zum Thema NÄHE, die dieser Band für Sie bereithält, ergeben eine spannende, bunte Sammlung von Krimis, Liebesgeschichten und Skurrilen Erzählungen, die es 2019 auf die Longlist des ‚Grassauer Deichelbohrers‘ schafften.

ISBN Buch: 978-3-946280-60-6
308 Seiten – Preis: 12,99 €

ISBN E-Book: 978-3-946280-57-6
ASIN: B07K6JDNNL  –  Preis: 5,99 €

Wer mehr über den Literaturpreis erfahren will, findet hier weitere Informationen.

Shortlist Grassauer Deichelbohrer

Shortlist des ‚Grassauer Deichelbohrer‘ mit acht Titeln steht fest

Die fünf Juroren haben sich entschieden und aus den 34 Geschichten der Longlist die acht Texte ausgewählt, die ihnen am besten gefallen. Und hier sind sie, die acht Gewinner, geordnet nach dem Alphabet der Vornamen.

Die Reise                                                        Andreas Weidmann

Glockengasse 13                                            Armena Kühne-Enzinger

Nachts–Allein–Im Wald                                Cornelia Koepsell

Haikus                                                           David Jacobs

Duft sterbender Bücher                                  Heidi Lackner

Schall und Rauch                                           Janika Rehak

Findelfell                                                        Julia Kersebaum

Ich fühle was, was du nicht fühlst                 Manuel Zerwas

Die drei Erstplatzierten aus den acht Gewinnern bleiben vorerst noch geheim. Im Rahmen einer Gala werden sie am 26. Oktober 2019 um 19:30 Uhr in Grassau in der Villa Sawallisch bekanntgegeben. Den Abend moderieren die beiden Autorinnen und Jurymitglieder Angeline Bauer und Constanze Wilken. Für die musikalische Begleitung sorgen die Pianistin Beatrice von Kutschenbach und der Tenor Udo Scheuerpflug.

Am 25. Oktober um 19:30 Uhr lesen alle acht Gewinner ebenfalls in der Villa Sawallisch ihre Kurzgeschichte vor.

Die Anthologie, in der alle 35 Geschichten der Longlist vertreten sind, wird rechtzeitig zur Gala am 26. Oktober erscheinen.

Es hat 308 Seiten. Die Druckversion kostet 12,99 €, das E-Book 5,99 €

Buch     – ISBN 978-3-946280-60-6
E-Book – ISBN 978-3-946280-59-0

19. August – der Welt-Foto-Tag

Heute, am 19. August, begehen Hobby- und Profi-Fotografen aus der ganzen Welt den Welt-Foto-Tag (World Photo Day). Der australische Fotograf Korske Ara hat ihn im Jahr 2010 ins Leben gerufen.

Dass der Welt-Foto-Tag ausgerechnet heute gefeiert wird, hat historische Hintergründe. Am 19. August 1839 erwarb die Pariser Akademien der Wissenschaften und der schönen Künste das Patent für die ‘Daguerreotypie‘ und stellte es der Allgemeinheit zur Verfügung. Bei der Daguerreotypie handelt es sich um das damals übliche fotografische Verfahren, bei dem Metallplatten verwendet wurden.

 

Der heutige Welt-Foto-Tag ist allerdings nicht der einzige ‘Ehrentag‘ der Fotografie. In Amerika wird jedes Jahr am 29. Juni der Tag der Kamera (National Camera Day) gefeiert. Auf den jeweils letzten Sonntag im April fällt der Tag der Lochkamera-Fotografie, und am 15. Juni eines jeden Jahres wird der Tag der Naturfotografie (National Nature Photography Day) begangen.


Mehr zum Thema finden Sie hier oder hier 

Ausschreibung Literaturpreis Grassauer Deichelbohrer

Literaturpreis ‚Grassauer Deichelbohrer‘ 2019

Die Marktgemeinde Grassau im Chiemgau schreibt 2019 zum ersten Mal den Literaturpreis ‚Grassauer Deichelbohrer‘ aus.

 

Gesucht werden die acht besten unveröffentlichten Texte zum Thema NÄHE. Pro AutorIn ist nur eine Einreichung möglich.
Vorgegeben sind mindestens 6000 und höchstens 9000 Zeichen, das entspricht fünf Normseiten von 1800 Anschlägen. Achtung: Geschichten, die länger sind, fallen aus der Wertung!

Zugelassen werden Kurzgeschichten aller literarischen Gattungen von Autorinnen und Autoren, die in deutscher Sprache schreiben und ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben.

Die Einreichung muss in fünffacher Ausfertigung an unten genannte Adresse geschickt werden und anonymisiert sein. Das heißt, auf jeder Seite des Manuskriptes erscheint in der Kopfzeile ein von Ihnen gewähltes möglichst unverwechselbares Kennwort. Auf einer Extraseite, die dem Manuskript lose beigefügt wird, stehen:

Ihr Kennwort,
Ihre Kontaktdaten (Name und Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer),
Ihre Biobibliographie (Alter, eventuell Homepage und Veröffentlichungen),
eine Bestätigung mit Unterschrift, dass Sie selbst UrheberIn und RechteinhaberIn des Textes sind.

Diese Daten verbleiben im Rathaus und sind der Jury erst nach der Entscheidung zugänglich.

Die Manuskripte werden nicht retourniert, elektronische Einreichungen sind nicht möglich, und über die Nominierung oder den Preis wird kein Schriftverkehr geführt.

Die Jury ermittelt eine Shortlist von acht Texten, aus denen sich nach Punktevergabe jedes Jurymitgliedes die ersten drei Preisträger ergeben.
Alle acht Autoren der Shortlist werden zur Preisverleihung nach Grassau eingeladen, wo die Jury die Gewinner während eines Festaktes bekanntgibt. Die acht Autoren werden vorher nicht über ihre Platzierung unterrichtet! Auch werden Preise nur an anwesende Autoren vergeben. Erscheint ein nominierter Autor nicht, rückt der nächste unten Platzierte automatisch nach.

Die Autoren werden kostenfrei im Gästehaus der Villa des verstorbenen Dirigenten Wolfgang Sawallisch untergebracht. Anfahrt und Kostgeld werden nicht erstattet.

Einsendeschluss ist der 1. September, der Poststempel gilt. Am 4. Oktober geben wir die Shortlist auf unserer Webseite bekannt. Lesungen der acht Autoren und die feierliche Preisverleihung finden am 25./26.Oktober in Grassau statt.

Das Preisgeld beträgt:

1. Preis 1000 Euro / 2. Preis 500 Euro / 3. Preis 300 Euro

Zusätzlich wird den ersten drei Platzierten eine ‘Trophäe‘ überreicht, und alle acht Texte (plus eine Auswahl der Texte der Longlist) werden in einer Anthologie mit kurzer Biographie veröffentlicht. Jeder der acht Autoren erhält außerdem im Zuge der Preisverleihung eine Urkunde und drei Belegexemplare der Anthologie. Die Teilnahme am Wettbewerb gilt als Zustimmung zum Abdruck. Pressemitteilungen zu den Nominierten werden breitgestreut verschickt.

Die acht Autoren, die es auf die Shortlist geschafft haben, benachrichtigen wir persönlich. Die Entscheidung der Jury wird am 4. Oktober zusätzlich auf der Homepage www.literaturpreis-grassau.de veröffentlicht.

Klicken Sie sich durch unsere Webseite und erfahren Sie mehr über Grassau, die Zusammensetzung der Jury, die geplante Preisverleihung – und was eine Deichel ist.

Noch ein Wort zu unserem Thema: Ob Ihr Protagonist, Ihre Protagonistin NÄHE sucht, sich nach ihr sehnt, sie verloren hat oder gar Angst vor zu viel Nähe empfindet, bleibt selbstverständliche Ihnen als AutorIn überlassen. Die Jury interessier vor allem gutes Deutsch, ob die Geschichte den Spannungsbogen halten und eine dichte Atmosphäre vermitteln kann.

Einsendungen an: Gemeinde Grassau / Kennwort: Literaturpreis / z. Hd. Peter Enzmann / Marktstraße 1 / 83224 Grassau

Mehr Infos hier

Literaturpreis ‚Grassauer Deichelbohrer‘ 2019

Die Marktgemeinde Grassau im Chiemgau schreibt 2019 zum ersten Mal den Literaturpreis ‚Grassauer Deichelbohrer‘ aus.

Gesucht werden die acht besten unveröffentlichten Texte zum Thema NÄHE. Pro AutorIn ist nur eine Einreichung möglich.
Vorgegeben sind höchstens 9000 Zeichen, das entspricht fünf Normseiten von 1800 Anschlägen. Achtung: Geschichten, die länger sind, fallen aus der Wertung!

Zugelassen werden Kurzgeschichten aller literarischen Gattungen von Autorinnen und Autoren, die in deutscher Sprache schreiben und ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben.

Die Einreichung muss in fünffacher Ausfertigung an unten genannte Adresse geschickt werden und anonymisiert sein. Das heißt, auf jeder Seite des Manuskriptes erscheint in der Kopfzeile ein von Ihnen gewähltes möglichst unverwechselbares Kennwort. Auf einer Extraseite, die dem Manuskript lose beigefügt wird, stehen:

Ihr Kennwort,
Ihre Kontaktdaten (Name und Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer),
Ihre Biobibliographie (Alter, eventuell Homepage und Veröffentlichungen),
eine Bestätigung mit Unterschrift, dass Sie selbst UrheberIn und RechteinhaberIn des Textes sind.

Diese Daten verbleiben im Rathaus und sind der Jury erst nach der Entscheidung zugänglich.

Die Manuskripte werden nicht retourniert, elektronische Einreichungen sind nicht möglich, und über die Nominierung oder den Preis wird kein Schriftverkehr geführt.

Die Jury ermittelt eine Shortlist von acht Texten, aus denen sich nach Punktevergabe jedes Jurymitgliedes die ersten drei Preisträger ergeben.
Alle acht Autoren der Shortlist werden zur Preisverleihung nach Grassau eingeladen, wo die Jury die Gewinner während eines Festaktes bekanntgibt. Die acht Autoren werden vorher nicht über ihre Platzierung unterrichtet! Auch werden Preise nur an anwesende Autoren vergeben. Erscheint ein nominierter Autor nicht, rückt der nächste unten Platzierte automatisch nach.

Die Autoren werden kostenfrei im Gästehaus der Villa des verstorbenen Dirigenten Wolfgang Sawallisch untergebracht. Anfahrt und Kostgeld werden nicht erstattet.

Einsendeschluss ist der 1. September, der Poststempel gilt. Am 4. Oktober geben wir die Shortlist auf unserer Webseite bekannt. Lesungen der acht Autoren und die feierliche Preisverleihung finden am 25./26.Oktober in Grassau statt.

Das Preisgeld beträgt:

  •     1. Preis 1000 Euro
  •     2. Preis 500 Euro
  •     3. Preis 300 Euro

Zusätzlich wird den ersten drei Platzierten eine ‘Trophäe‘ überreicht, und alle acht Texte (plus eine Auswahl der Texte der Longlist) werden in einer Anthologie mit kurzer Biographie veröffentlicht. Jeder der acht Autoren erhält außerdem im Zuge der Preisverleihung eine Urkunde und drei Belegexemplare der Anthologie. Die Teilnahme am Wettbewerb gilt als Zustimmung zum Abdruck. Pressemitteilungen zu den Nominierten werden breitgestreut verschickt.

Die acht Autoren, die es auf die Shortlist geschafft haben, benachrichtigen wir persönlich. Die Entscheidung der Jury wird am 4. Oktober zusätzlich auf der Homepage www.literaturpreis-grassau.de veröffentlicht.

Klicken Sie sich durch unsere Webseite und erfahren Sie mehr über Grassau, die Zusammensetzung der Jury, die geplante Preisverleihung – und was eine Deichel ist.

Noch ein Wort zu unserem Thema: Ob Ihr Protagonist, Ihre Protagonistin NÄHE sucht, sich nach ihr sehnt, sie verloren hat oder gar Angst vor zu viel Nähe empfindet, bleibt selbstverständliche Ihnen als AutorIn überlassen. Die Jury interessier vor allem gutes Deutsch, ob die Geschichte den Spannungsbogen halten und eine dichte Atmosphäre vermitteln kann.

  • Einsendungen an:
  • Gemeinde Grassau
  • Kennwort: Literaturpreis
  • z.Hd. Peter Enzmann
  • Marktstraße 1
  • 83224 Grassau

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Die Sache vom Wünschen

In der Zeitschrift ‘Märchenforum‘, Ausgabe Frühling 2019, habe ich einen interessanten Artikel über das Wünschen gelesen. Geschrieben hat ihn Helmut Wittmann, ein Märchenerzähler aus Oberösterreich. Es macht ihn wütend, wenn Märchenerzähler mit dem Satz beginnen: „Zu Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat …“ Als ob heute das Wünschen nicht mehr helfen würde!

Ich muss ihm recht geben, schließlich habe ich schon oft in meinem Leben erfahren, dass Wünschen wirklich hilft. Aber auch, dass man vorsichtig sein muss mit dem was man wünscht! Und weil ernsthaft gehegte Wünsche durchaus in Erfüllung gehen können (wir machen sie bewusst wie unbewusst wahr), sollten sie ganz genau bedacht werden!

Was passiert, wenn wir oberflächlich wünschen und nicht satt werden von dem was wir bekommen, lernen wir u.a. aus dem Märchen ‘Vom Fischer und seiner Frau‘. Sie wünscht und wünscht, und alle Wünsche werden erfüllt – bis sie sich wünscht, der Papst (Gott) zu sein. An dieser Stelle geht das mit dem Wünschen dann gewaltig schief, denn zum Wünschen gehört eben auch Dankbarkeit.

Warum mich der Artikel von Helmut Wittmann gleich in seinen Bann gezogen hat ist die Tatsache, dass gerade wir Frauen uns das mit dem Wünschen oft nicht so recht trauen (da gehört die Fischersfrau eher zu den Ausnahmen). Natürlich wünschen wir, aber wir wünschen sehr oft bescheidener als ein Mann. Zumindest die älteren von uns, denen man noch beibrachte, das Wünschen hintenan zu stellen, wenn es nicht um die Familie geht. Auch ich habe mir mit dem Wünschen viel zu lange Zeit gelassen bzw. die ersten 30 Jahre meines Lebens vor allem die Wünsche meiner Mutter erfüllt. Davor kann ich nur warnen! Selbst wenn die eigenen Wünsche sich erst einmal gegen einen richten, sind sie doch die ‘besseren‘ für einen, weil sie eben dem eigenen Leben Sinn und Form geben.

Helmut Wittmann hat für seinen Artikel ein sehr eindrückliches Märchen ausgewählt. Es heißt „Der sprechende Vogel, der singende Baum und das goldene Wasser“. Hier geht es um drei Schwestern, die sich insgeheim etwas wünschen. Die Älteste möchte den Gärtner des Königs heiraten, die zweitälteste den Bäcker des Königs, die Jüngste aber will ihren Wunsch nicht preisgeben. Als die Schwestern solange in sie dringen, bis sie gesteht, dass sie sich den König selbst wünscht, wird sie verlacht und verspottet. Doch die Wünsche erfüllen sich schließlich alle, und was passiert? Die beiden älteren sind neidisch auf die jüngste, weil sie selbst gerne mit dem König verheiratet wären. Und darum intrigieren sie auf ganz bitterböse Weise gegen ihre Schwester!

Wie oft hat man sich und seinen FreundInnen schon die Frage gestellt: Was würdest du dir wünschen, hättest du drei Wünsche frei? Oder: Was würdest du mit dem Geld anfangen, hättest du zehn Millionen im Lotto gewonnen? Die eine hat gleich parat: Eine tolle Villa, ein superschickes Auto, eine Weltreise. Die andere denkt lange nach, denn sie weiß: Das Wünschen will gelernt sein.
Wittmann hat da eine Zweipunkteregelung für uns parat:

1. Überlege dir sehr genau, was du dir wünscht, bedenke die Folgen und überlege dir gut, ob dich die Erfüllung dieses Wunsches wirklich glücklich macht.

2. Gib dich in wesentlichen Dingen nicht mit Kompromissen zufrieden (siehe die drei Schwestern oben).

Und am Schluss warnt er: Hab acht, denn so unmöglich der Wunsch auch erscheinen mag: Was du dir aus ganzem Herzen wünscht neigt dazu, Wirklichkeit zu werden.

Ich habe noch eine zusätzliche Erfahrung gemacht: Wenn das, was du dir aus ganzem Herzen wünscht, in Erfüllung gehen soll, dann schaffst du es auch, die Steine aus dem Weg zu räumen, selbst wenn sie dir noch so groß erscheinen mögen.

 

Wunsch und Wirklichkeit – Märchenforum Frühling 2019

81. Ausgabe / ISSN Nr. 1662-0666

CHF 10.00 / EUR 8.50 / zzgl. Porto (portofreie Lieferung in DE)

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Verschiedene Märchenratgeber von Angeline Bauer finden Sie hier

Heildende Märchen – Geschichten, die Kinder stark machen

Matthias Brandt, Jörg Thomas und die ‘Krankenakte Robert Schumann

Genie und Wahnsinn liegen oft dicht beieinander – das bringen Matthias Brandt und Jörg Thomas den Zuschauer ihres Theaterstücks ‘Krankenakte Robert Schumann‘ so eindringlich nahe, dass man stellenweise das Gefühl hat, es nicht länger aushalten zu können. Ein derartig beeindruckendes Theaterstück, das einen Blick in die Un-Tiefe der menschlichen Seele öffnet, wird man nicht oft erleben können. Mir jedenfalls wird es für immer unvergessen bleiben.

Fünf Menschen brauchte es, um so eine Explosion an Emotionen auf die Bühne zu bringen. Matthias Brand – in meinen Augen der beste deutsche Schauspieler, den wir zurzeit haben. Jens Thomas – Sänger, Liedermacher, studierter Jazz-Pianist und einer der wenigen, die das Obertonsingen beherrschen. Der Schriftsteller Peter Härtling, der mit seiner Roman-Biografie „Schumanns Schatten“ die literarische Vorlage lieferte. Jörg Handstein, der nach Peter Härtlings Roman den Text zu diesem Stück schrieb. Und natürlich den Komponisten Robert Schumann selbst, dessen Schicksal zutiefst berührt.

Sinfonien, Ouvertüren, Konzerte und die Oper Genoveva zählen zu Robert Schumanns Werken, seine Lieder und Klavierstücke gehören bis heute zum Repertoire großer Sänger und Klaviervirtuosen.

Eigentlich wollte er Pianist werden. Doch einer Handverletzung wegen musste er diese Laufbahn aufgeben und sich aufs Komponieren verlegen. Er gründete in Leipzig die „Neue Zeitschrift für Musik“ und heiratete Clara Wieck, die Tochter seines Klavierlehrers, die selbst eine berühmte Pianistin wurde. Ihr Vater war gegen diese Heirat, deshalb musste Schuman sich die Erlaubnis zu dieser Ehe vor Gericht erstreiten.

Schumanns psychische Instabilität, die immer wiederkehrenden depressiven Schübe und Zustände nervöser Erschöpfung führten am Rosenmontag des Jahres 1854 zu einem Selbstmordversuch. Er ging ins Wasser, wurde jedoch gerettet und daraufhin in die private ‘Irrenanstalt‘ des Arztes und Psychiaters Franz Richarz eingewiesen, wo er, von Halluzinationen und Tobsuchtsanfällen gepeinigt, schließlich verstarb.

Es ist dieses dunkle Kapitel aus dem Lebens des Komponisten, dem sich der Schauspieler und Musikliebhaber Matthias Brandt in ‘Schumanns Krankenakte‘ widmet. Das Theaterstück ist schwer zu benennen. Matthias Brandt liest und wird dabei von Musik begleitet – und doch ist es keine Lesung. Obwohl er fast durchwegs sitzt, spielt Brandt. Er spricht, stöhnt, flüstert, schreit, stottert und lacht. Der Klang seiner Stimme schwankt dabei zwischen Aggressivität und Schwermut und transportiert so Wahnsinn, Verzweiflung, Einsamkeit und die Sehnsucht des Menschen Robert Schumann.

 

Matthias Brandt wurde als jüngster Sohn seiner Eltern Willy und Ruth Brandt in Berlin geboren, wo er auch heute noch mit Frau und Tochter lebt. Er war an einigen renommierten deutschsprachigen Theatern engagiert und stand in mehr als 70 Filmen vor der Kamera. Für seine schauspielerischen Leistungen wurde er u. a. mit dem Deutschen Schauspielerpreis, dem Bayrischen Fernsehpreis, dem deutschen Hörbuchpreis, dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bambi, der Goldene Kamera und dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet.

Am Flügel begleitet wird Matthias Brandt von Jens Thomas, der an der Musikhochschule Hamburg Jazz-Klavier studierte. Mit Klaviermusik, Gesang und Obertongesang untermalt er den Textvortrag Brandts auf eine Weise, die den Abend zu einem besonders intensiven Hörerlebnis werden lässt. Auch Jens Thomas, der internationale Konzerte gibt und viele CDs veröffentlicht hat, wurde mit Preisen ausgezeichnet und ist in Theaterproduktionen in Deutschland und dem Ausland zu erleben.

Die literarische Vorlage lieferte der am 10. Juli 2017 verstorbene Schriftsteller Peter Härtling. Seine Roman-Biografie „Schumanns Schatten“ ist 1996 bei Kiepenheuer & Witsch erschien. Nach dieser Vorlage verfasste der Musikwissenschaftler, Autor und Kritiker Jörg Handstein eine Hörbiografie mit dem Titel ‘Die innere Stimme‘ und schuf damit die Textvorlage für das Bühnenstück des Duos Brandt & Thomas.

Das schauspielerische Können Matthias Brandts ist die eine Sache – die andere ist die bemerkenswerte schriftstellerische Leistung von Jörg Handstein, dem es gelang einen Monolog von 75 Minuten immer wieder auf den Punkt zu bringen und von da aus einen neuen Ausgangspunkt und Anlauf für den weiteren Text zu schaffen. Als Autorin weiß ich, wie schwer es ist, die Fäden über einen langen Text hinweg in der Hand zu behalten – erstrecht bei einem Stück, das an sich handlungsarm ist, weil es sich vollkommen auf die Innenwelt eines Protagonisten bezieht.

Jörg Handstein schreibt regelmäßig für die Programmhefte der Orchester und Chöre des Bayerischen Rundfunks und gilt beim Bayerischen Rundfunk als Spezialist für Hörbiografien.

Wer noch Gelegenheit bekommt, diese ergreifende Vorstellung mit Matthias Brandt und Jens Thomas zu erleben, sollte es sich nicht entgehen lassen. Hier verbindet sich das Können dreier großartiger Künstler – Matthias Brandt, Jens Thomas und Jörg Handstein – zu einem faszinierenden Abend, der einen tiefen Blicke in die menschliche Seele gewährt.

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Hallo im Neuen Jahr!

Aus technischen Gründen war mein Blog zwei Wochen außer Gefecht gesetzt. Jetzt ist alles wieder in Ordnung, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, allen meine besten Wünsche fürs 2019 zu übermitteln! Gesundheit, Liebe, Erfolg und alles, was man sich sonst noch wünschen mag, soll das Jahr für euch bereithalten!

Steinturm mit Text: Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst

 

16. Söckchen im Blog-Adventskalender

In diesem Jahr darf ich das 16. Söckchen im Blog-Adventskalender für euch füllen!

Weihnachten steht vor der Tür und Nikolaus liegt schon fast zwei Wochen hinter uns. Vielleicht hat er bei euch reingeschaut? Ich kenne jedoch einige Leute, bei denen er nicht angeklopft hat. Darüber wundert man sich Land auf, Land ab.

Ich habe ein wenig recherchiert und herausgefunden, woran es liegen mag. Irgendwo auf seiner weiten Schlittenfahrt zu uns stand ihm dieses Schild im Weg.

santa-stop-here

Aber wer hat es bloß aufgestellt? Und was war wohl der Grund dafür? Wisst ihr es vielleicht? Dann schreibt es hier auf! Und wer die beste, witzigste, abgefahrendste oder rührendste Antwort hat, erhält ein Buch als Überraschung von … nein, nicht von mir, natürlich von Santa Claus!

Am nächsten Samstag werde ich zusammen mit meiner Familie die Entscheidung treffen.

Das nächste Söckchen findet ihr auf einem der folgenden drei Blogs

offenes blog

Eckis Welt – Kunterbunt

nicht spurlos de


Liebe Teilnehmer am Gewinnspiel, ich freue mich, dass wenigstens ein paar von euch ihre Fantasie spielen ließen. Für meine Enkelin war übrigens sofort klar: „Das war ein Kind das wollte, dass der Nikolaus alle Geschenke bei ihm lässt.“
Wir haben uns für das schöne Gedicht von Ursula entschieden, obwohl die anderen Kommentare auch ihren Charme hatten … Respekt, Ursula! Du bekommst demnächst ein Buch von Santa Claus und von uns die besten Wünsche fürs nächste Jahr! Schreib weiterhin so schöne Gedichte!

Hagestolz – ein fast vergessenes Wort

Heute möchte ich einmal wieder an ein fast vergessenes Wort erinnern – Hagestolz.
Unsere Altvorderen aus dem vorletzten Jahrhundert kannten es noch als Bezeichnung für einen eingefleischten Junggesellen. Selten wurde es auch in seiner weiblichen Form (Hagestolzin oder Hagestolze) für eine Junggesellin benutzt.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Französischer-Bauer.jpg

Gegen Mitte des letzten Jahrhunderts war es dann bereits mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, inzwischen kennt es so gut wie niemand mehr. Dennoch ist es ein schönes und klangvolles Wort, das neugierig macht. Und ganz sicher sollten es AutorInnen oder LeserInnen historischer Romane kennen.

Auch wenn einen die zweite Silbe des Begriffs, nämlich ‘stolz‘, geradezu anspringt und man einen aufrechten, freiheitsliebenden, vielleicht auch selbstgefälligen Mann vor Augen hat – mit Stolz hat das Wort nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine sprachliche Weiterbildung des mittelhochdeutschen ‘stalt‘, die Vergangenheitsform des Verbs ‘stellen‘ bzw. des dazugehörigen Substantiv ‘Stelle‘. Das Bestimmungswort ‘Hag‘ (es bedeutet Hecke, Hain, Gebüsch) bezieht sich dagegen auf ein kleines Stück Grund, das von einem größeren abgetrennt wurde.

Die moderne Sprachforschung geht davon aus, dass der Begriff Hagestolz in dem einstigen Rechtsverhältnis begründet liegt, demgemäß der älteste Sohn den Hof erbte und die ihm nachfolgenden Brüder leer ausgingen. Meist blieb diesen dann nichts anderes übrig, als in ein Kloster einzutreten oder als Knecht (oder Magd) auf dem Hof des Bruders zu bleiben. Dort hatten er oder sie jedoch keinerlei Rechte, konnten auch nicht heiraten, denn dazu benötigte man die Erlaubnis der Obrigkeit. Die wiederum erhielt man nur, wenn man selbst einen Hof oder einen Handwerksbetrieb besaß und so sichergestellt war, dass man eine Familie ernähren konnte.

Hoferben in ihrer Tracht
Männer, die so aufgeputzt daherkamen, waren bestimmt die Hoferben und nicht ihre nachfolgenden Brüder, die ihnen als Knechte dienen mussten

Sofern der Hof groß genug war, erhielt ein zweitgeborener Sohn in seltenen Fällen (und dann auch nur weit abgelegen) auf dem väterlichen Grundbesitz ein kleines, von einem ‘Hag‘ eingefriedetes Stück Land, auf dem er sich eine Hütte errichten konnte. So eine Junggesellenwohnstatt, die so bescheiden war, dass der Betreffende gewöhnlich keine eigene Familie gründen konnte, wurde in manchen Gegenden Hagestelle (Hagestolz) genannt. Später bezog man das Wort dann auch auf den Besitzer eines solchen Anwesens, und seit dem Hochmittelalter galt es schließlich ganz allgemein als Begriff für einen unverheirateten Mann im Alter ab fünfzig Jahren aufwärts.

Gegen Ende des Mittelalters hielt das sogenannte Hagestolzenrecht Einzug in die Rechtsprechung einiger deutscher Lande. Es beinhaltete, dass der Besitz eines ‘Eigenmannes‘, der ledig geblieben war, nach seinem Tod automatisch an den Leib- oder Grundherrn oder an den Landes- oder Stadtherrn fiel. In manchen Regionen hielt sich das Hagestolzenrecht bis ins 19. Jahrhundert.
In späterer Zeit, als man keine Erlaubnis der Obrigkeit mehr benötigte, um heiraten zu dürfen, bezeichnete der Begriff Hagestolz einen älteren Junggesellen, der aus Überzeugung unverheiratet geblieben war.

In der Welt der Literatur begegnen wir dem Hagestolz zum Beispiel in Goethes Faust I. Teil, wo geschrieben steht: „Und sich als Hagestolz allein zum Grab zu schleifen, das hat noch keinem wohlgetan.“
Oder in Heinrich von Kleists ‘Der zerbrochene Krug‘, wo es heißt: „Das ist der Vorteil von uns verrufenen hagestolzen Leuten, dass wir, was andre knapp und kummervoll, mit Weib und Kindern täglich teilen müssen, mit einem Freunde, zur gelegenen Stunde, vollauf genießen.“

In diesem Blog finden Sie weitere vergessene Wörter, darunter adies, Grisette, Guffen, Plumeau, Sappralott (auch Saperlot) und ‚Matz‘, ein Wort das wir heute nur noch als Schimpfwort kennen. Einfach unter Suchen eingeben …

 

Tausend Sterne über der Wüste – Neuerscheinung im November

In diesem spannende und zu Herzen gehenden E-Book finden Sie acht historische Kurzromane aus der Feder der Autorin Lina-Sophia Clement, die von starken Frauen handeln und Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts spielen. Stolz und mutig treten sie allen Widrigkeiten entgegen, die sich ihnen in den Weg stellen, kämpfen um ihre Liebe und bieten Macht und Intrigen tapfer die Stirn.

Inhaltsverzeichnis:

Tausend Sterne über der Wüste
Für immer und ewig
Ein Maskenball
Die wahre Braut
Eine heimliche Liebe
In meinem Herzen bist nur du
Das Gute siegt am Ende doch
Emmis Puppe

Tausend Sterne über der Wüste
Man schreibt das Jahr 1853, als Lady Jane Ellenborough in Damaskus eintrifft. Sie ist 46 Jahre alt und noch immer eine Schönheit! Zum drittenmal geschieden, enttäuscht von der Liebe, hat sie mit den Männern abgeschlossen und träumt nur noch von einem: Den geheimnisvollen Orient zu erkunden. Doch als Scheich Medjuel El-Mezrab in ihr Leben tritt, lernt sie endlich die wahre Liebe kennen.

Für immer und ewig
Muskau anno 1829. Lucie, Fürstin von Pückler-Muskau, wartet auf die Rückkehr ihres geschiedenen Gatten, der in England auf Brautschau ist. Durch Geldheirat hofft er, dem Schuldenturm zu entrinnen. Sie verzweifelt bei dem Gedanken, ihn, den sie immer noch über alles liebt, mit einer anderen teilen zu müssen.

Ein Maskenball
Sibylla Gernroth, Tochter eines Apothekers, soll mit dem Sohn eines Arztes verheiratet werden. Bevor sie sich in die ‘Ehegruft‘ zu diesem blassen, biederen und viel älteren Mann begeben muss, will sie noch etwas erleben. Sie überredet ihre Zofe und Vertraute, sie heimlich auf einen Maskenball zu begleiten.

Die wahre Braut
Sonneberg in Thüringen, zu Beginn des 19. Jahrhundert. Amanda, die jüngste Tochter des Puppenfabrikanten Nürnberger, verliebt sich in ihren Cousin aus Paris, der jedoch fast doppelt so alt ist wie sie. Ein Jahr ganzes Jahr vergeht, ehe sie ihn wiedersieht – ein Jahr, in dem sie von ihm träumt und auf ihren ersten Kuss von seinen Lippen hofft …

Eine heimliche Liebe
Carl Gustav Böhme, Reeder aus Hamburg, verbringt mit seiner Familie den Sommer an die Ostsee. Dort wird die zwanzigjährige Tochter Susann von zwei Männern überfallen. Der Hauslehrer ihrer jüngeren Brüder, zu dem Susann eine heimliche Beziehung eingegangen ist, kann das Schlimmste verhindern, will jedoch den Namen der Täter nicht nennen. Susann zweifelt an der Aufrichtigkeit seiner Gefühle.

In meinem Herzen bist nur du
Als Adele Baronen von Brink im Sterben liegt, gesteht sie ihre Tochter Hendrike, dass nicht Baron von Brink ihr Vater ist, sondern ihre Jugendliebe Frieder von Erlenbach. Sie schickt Hendrike mit einem Brief zu Frieder, der sie mit offenen Armen empfängt. Sie verliebt sich in seinen Ziehsohn. Doch niemals würde von Brink, ein hartherziger Choleriker, dieser Ehe zustimmen.

Das Gute siegt am Ende doch
Lisa wird von Moritz von Leibler vergewaltigt, Jacob, ihren Verlobten, schlägt er brutal nieder und verletzt ihn. Er wird seinen rechten Arm nie mehr gebrauchen, seinen Beruf als Schmied nie wieder ausüben können. Lisa bringt einen Jungen zur Welt. Doch als Moritz von Leibler herausfindet, dass Lisa einen Sohn von ihm hat, muss sie um dessen Leben bangen.

Emmi und die Puppe
Emmi wünscht sich nichts sehnlicher, als eine Puppe. Doch ihre verwitwete Mutter verdient kaum genug zum Sattwerden. Da findet das Kind am 24. Dezember auf der Straße eine Puppe und ist überzeugt, dass es ein Geschenk vom Christkind ist. Die Freude währt nicht lang, denn Frau Direktor Röder fordert die verlorene Puppe zurück und bezichtigt Emmi des Diebstahls …

ISBN: 978-3-946280-57-6
ASIN: B07K6JDNNL
Text ca. 130 Buchseiten
Preis 3, 99 €

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Santorini – das Leid der Esel


Nach Santorini kommt man zumeist mit dem Schiff. Zauberhaft liegt die griechische Insel in der Sonne. Die beiden Hauptorte Fira und Oia thornen 400 Meter hoch auf der Inselspitze, ihre weißen Häuser leuchten vor tiefblauem Himmel. Und da muss man nun hinauf …! Es sind 589 Stufen vom Hafen bis nach oben, die bewältigt werden müssen. Zu Fuß will die keiner gehen, also lässt man sich von Pferden, Eseln und Mulis hinauftragen.

In den Reiseführern steht, es sei ein Spaß, ein Erlebnis, und die ‘traditionelle‘ Art, den Ort zu erreichen. Letzteres stimmt so nicht, denn einst, als es noch keinen Tourismus gab, gingen die Menschen zu Fuß und führten ihre Esel, die sie am Hafen mit Lasten beladen hatten.

Ein Spaß mag es für manchen vielleicht sein, ganz sicher aber nicht für die Tiere! Denn sieht man genauer hin, stellt man fest, wie sehr sie leiden müssen. In sengender Hitze schleppen sie täglich Hunderte Touristen den steilen Berg hinauf.

Manche von ihnen, die gerade nicht ‘in Betrieb‘ sind, lehnen dann erschöpft an der Mauer und versuchen ein wenig zu schlafen.

Andere bluten unter ihrem Sattel, sind vom Halfter aufgeschürft oder haben sich am Huf verletzt. Oft sind sie durstig und bekommen für ihre Schufterei viel zu wenig Futter. Und sind sie schließlich zu alt oder zu krank geworden, werden sie, um sich ihrer zu entledigen, einfach von den Klippen ins Meer gestoßen.

In einem Video, das auf Youtube gezeigt wird, kann man das Elend der Tiere in seinem ganzen Ausmaß sehen.

Auf Druck von Tierschützern haben die Behörden im Jahr 2017 versprochen zu handeln und für die Rechte und das Wohl der Esel einzustehen. Arbeitszeiten und Tragelasten sollten begrenzt werden, und wenn Besitzer ihre Tiere misshandeln, sollte ihnen die Transport-Erlaubnis entzogen werden. Doch viel mehr, als für die wartenden Esel einen schattenspendenden Unterschlupf zu schaffen, ist bis heute nicht passiert!Aber nicht nur für die Tiere ist es eine Qual, auch für die Touristen ist das Reiten auf ihnen geradezu lebendgefährlich. Man wird in den Sattel gesetzt, das Tier bekommt einen Klaps auf die Hinterseite und rennt los. Zügel gibt es nicht, man hält sich am Sattelknauf fest, ohne lenken oder sonst wie eingreifen zu können. Oft rennen drei oder vier Tiere auf dem Pfad nebeneinander. Derweilen kommen von oben die Esel wieder nach unten, die ihre Fracht bereits abgeladen haben. Sie sind in Gruppen von fünf oder mehr Tieren aneinandergebunden!

Wir haben mit eigenen Augen beobachtet, wie eine Asiatin auf einem kleinen Esel von den gespannten Seilen der entgegenkommenden Tiere geradezu von ihrem Reittier gefegt wurde. Sie lag dann auf den Stufen, und die Esel sind über sie hinweggetrampelt. Dass sie sich ohne große Verletzung auf die Seite retten konnte war geradezu ein Wunder. Ihr Mann konnte sein Reittier nicht anhalten und ist notgedrungen bis oben weitergeritten, ohne zu wissen, wie es seiner Frau erging, ob sie vielleicht schwerverletzt zurückgeblieben ist.

Es gibt eine Seilbahn, mit der man vom alten Hafen aus sicher und entspannt auf den Berg hinauffahren kann. Von der Gondel, in der bis zu 6 Personen Platz haben, hat man einen herrlichen Ausblick – und man schont die bedauernswerten Tiere.

Inzwischen hat eine Frau auf Santorini eine kleine Auffangstation für alte und kranke Esel errichtet, die von Spenden getragen wird. Wer eine Patenschaft übernehmen will, kann das hier tun.

Elba – schön, aber teuer!

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Insel Elba – die östliche Südküste

Eingefleischte Mallorca-Kenner haben es bestätigt: Elba ist noch schöner, als die liebste Insel der Deutschen. Doch Elba ist ein teures Pflaster, vor allem wenn es ums Essen und Trinken geht. Nun wäre es hinzunehmen, für eine recht klein ausgefallene Portion Nudeln mit Pilzsoße 14 Euro zu bezahlen, würde sie denn auch köstlich schmecken. Oder für einen Aperol-Spritz 8 Euro, wäre das Glas nicht bis obenhin mit Eis gefüllt und dann ein wenig mit Aperol und Prosecco aufgegossen.

Leider mussten wir die Erfahrung mit dem schlechten und teuren Essen in fünf von sechs Restaurants machen, die wir besuchten. Selbst eine einfache Pizza Capricciosa wurde zur Enttäuschung, weil sie nur mit ein paar vereinzelten Zutaten belegt und diese mit fetttriefendem Käse überdeckt waren.

Dass es nicht nur uns so erging und nicht nur wir schlechte Erfahrungen gemacht haben, zeigt folgendes Erlebnis: Wir verließen abends nach dem Essen das Lokal. Vor der Tür wartete ein Touristenpaar. „Hat es Ihnen geschmeckt?“, fragte die Frau, als wir an ihr vorbeigehen wollten. Wir sagten wahrheitsgetreu Nein, und sie ging frustriert zum nächsten Lokal und wartete dort wieder auf Gäste, die herauskamen, um sie dasselbe zu fragen.

„Woran kann es liegen?“, fragten wir uns und kamen zu dem Schluss: Die Schweizer sind schuld. Denn Elba ist die Lieblingsinsel der Schweizer, und die verderben bekanntlich die Preise.

Das Essen ist sehr teuer und nicht immer gut

Doch wie gesagt, Elba ist wunderschön! Vor allem wenn man gerne wandert, ist die kleine Insel ein lohnendes Reiseziel. Deshalb unser Tipp: Mieten Sie ein Appartement. Kochen Sie selbst. Und wenn sie ein-, zweimal zum Essen gehen, leisten Sie sich den teuren, fangfrischen Fisch vom Grill.

 

Unsere Fotoreportage über Elba finden Sie hier

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Ostküste von Elba Nähe Rio Marina

Mittwoch ist Lesetag – bei uns mit ‚Champagner und einem Liebhaber‘

Die Buchhandelskette Thalia startet heute die Initiative „Mittwoch ist Lesetag“. Damit will  sie für mehr Lesezeit werben. Im September und Oktober werden auf allen Social Media-Kanälen und deutschlandweit in allen Buchhandlungen Events und Aktionen stattfinden. Auch unsere Bücher sind bei Thalia erhältlich, und so schließen wir uns an.

Hier haben wir für Sie einen Kurzkrimi! Wir wünschen viel Spaß beim Lesen …

Champagner und ein Liebhaber

Kommissar Dressel las die Nachricht auf seinem Handy: Juwelendiebstahl in der Parkallee bei der Fabrikantenwitwe Alice Gromes. Wert des Schmucks eine halbe Million!

Als er seinen Assistenten Ehmke anrief, der war bereits am Tatort, erfuhr er von ihm, dass Frau Gromes die Schmuckschatulle in den Wandtresor geschlossen und danach mit ihrem Begleiter noch ein Glas Sekt getrunken hatte. „Anschließend sind sie zu einer Party gefahren. Die Haushälterin hatte ihren freien Abend und verließ kurz vor Frau Gromes das Haus. Als sie spätnachts zurückkam, war der Tresor aufgebrochen.“

Kurzkrimi 'champager-und-ein-liebhaber'Dressel fuhr zum Tatort. Keine Tür, kein Fenster war gewaltsam geöffnet worden, keine verräterischen Spuren. Für einen der wusste wo ansetzen war es ein Kinderspiel gewesen, den alten Safe zu knacken. „Da muss jemand mit einem Nachschlüssel ins Haus gekommen sein“, sagte er, „der Täter ist vermutlich unter Frau Gromes‘ Bekannten zu suchen.“

Als sich Alice Gromes einen Drink einschenkte, fielen Kommissar Dressel kleine Pfützen zwischen den Flaschen auf. „Was ist da passiert?“, fragte er.

„Die Haushälterin hatte den Champagner wieder mal geschüttelt und nicht gut genug gekühlt!“, polterte Alice Gromes los. „Wie oft muss ich ihr wohl noch erklären, wie sie damit umzugehen hat. Bevor mein Bekannter und ich das Haus verließen, wollten wir etwas trinken, dabei spritzte der Champagner über den Bartisch, Berts Ärmel und mein Kleid. Ich musste mich umziehen! Ganz zu schweigen davon, dass die Flasche 200 Euro kostet.“ Sie setzte sich aufs Sofa und nippte an ihrem Glas.

„Der Täter muss mit einem Schlüssel hereingekommen sein“, kam der Kommissar wieder zur Sache.

„Außer meiner Haushälterin hat keiner einen Schlüssel“, murrte Alice Gromes. „Vielleicht hat sie ja jemanden hereingelassen.“

Marie, die an der Tür zur Küche stand empörte sich: „So etwas würde ich nie tun! Außerdem bin ich ja vor Ihnen gegangen.“ Plötzlich fiel ihr etwas ein. „Da war ein Mann auf der Straße. Als er mich sah, wechselte er die Straßenseite.“

„Können Sie ihn beschreiben?“, fragte der Kommissar.
Sie schüttelte den Kopf. „Ich hab ihn nur von hinten gesehen, und es war dunkel. Aber er ging wie Herr Burghoff und hatte auch dieselbe Statur. Allerdings war er ja hier bei Frau Gromes.“

„Wer ist dieser Burghoff?“, fragte Ehmke.
Frau Gromes gab schulterzuckend Antwort. „Er begleitet mich hin und wieder auf Partys.“

Die beiden Kommissare ließen sich seine Adresse geben und suchten ihn auf. Als sie sein Luxusappartement betraten, staunten sie – den Herren gab es doppelt! Eineiige Zwillinge standen vor ihnen, sie waren nicht auseinanderzuhalten.

„Wer von Ihnen ist Bert Burghoff?“, fragte der Kommissar.

„So heißen wir beide“, sagten sie wie aus einem Mund und grinsten.

„Ich bin Norbert“, erklärte einer von ihnen und deutete auf den anderen, „und das ist Robert. Aber unsere ‚Klientinnen‘ nennen uns einfach nur Bert.“

„Dass es Sie zweimal gibt, weiß vermutlich keine von ihnen?“ Kommissar Dressels Augen wurden schmal.

Sie grinsten nur noch breiter.

„Alice Gromes sagte aus, sie sei den ganzen Abend über mit Bert Burghoff zusammen gewesen. Wer von Ihnen war das?“

„Ich!“, behaupteten Norbert und Robert wie aus einem Munde.

„Es kann ja wohl nur einer von Ihnen gewesen sein.“

Die Berts hoben die Schultern, dabei grinsten sie süffisant. „Welcher von uns, das wird für Sie immer ein Rätsel bleiben.“

Kommissar Dressel und Ehmke tauschten Blicke. Doch dann war es plötzlich der Kommissar, der süffisant grinste. „Was trugen Sie auf dieser Party?“

„Smoking natürlich“, antworteten sie übereinstimmend, „das ist bei solchen Gelegenheiten so üblich.“

„Kann ich Ihren Smoking mal sehen?“

„Natürlich.“ Norbert griff in den Schrank. „Das ist meiner.“

Dressel gab ihn an Ehmke weiter, sah Robert an. „Darf ich auch um Ihren Anzug bitten?“

Er bekam ihn, legte ihn sich selbst über den Arm. „Nun muss ich Sie beide bitten mitzukommen, Sie sind vorläufig festgenommen.“

Für die Experten im Labor war es keine Schwierigkeit, an einem der Smokings Spuren von Alice Gromes‘ exklusiver Champagner-Sorte festzustellen – und da er Robert gehörte, war Norbert Burghoff der Dieb. Aber Kommissar Dressel war sich sicher, dass in dieser Sache auch sein feiner Herr Bruder nicht ganz ungeschoren davonkommen würde.

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Hier finden Sie alle Anthologien aus dem Verlag ‚by arp‘

Pfandflaschenrücknahme in Kroatien

Pfandflaschen auf der Insel Krk zurückzugeben, scheint nicht so einfach zu sein!

In unserem Reiseführer steht unter der Rubrik ‚Einkaufen‘ als Tipp: Wenn Sie Getränke in Pfandflaschen kaufen, müssen Sie den Bon als Quittung bewahren, denn Flaschen werden, anders als bei uns, nur dort zurückgenommen, wo sie gekauft wurden!

Nun schrieb uns eine unserer Leserinnen:

(…) Über eine Aktion müssen wir jedoch noch immer schmunzeln. Die Rücknahme des Leergutes gestaltete sich als seeeehr kompliziert und stimmte mit den Angaben in Ihrem Reiseführer nicht überein. Wir waren im Ort Malinska. In den beiden Märkten Plodine und Trgovina wurden die Pfandflaschen nicht zurückgenommen. Auch mit den vorgelegten Bons bekamen wir das Geld nicht zurück. Nach einigem hin und her im Markt, mehrere Angestellte mussten befragt werden, bekamen wir einen Zettel mit einer Adresse in die Hand gedrückt. Dort sollten wir hinfahren (Komunalni Centar – Malinska Dubasnica). Wir ordentliche Deutsche haben das auch getan. Erst waren wir an einer falschen Stelle. Es war eine Art Verwaltungsgebäude (Schule?) – Dann haben wir den richtigen Ort gefunden. Auf einem Schrottplatz hat man unsere Flaschen sorgfältig sortiert und uns wieder einen Zettel in die Hand gedrückt – es war der Pfandbon. Damit sollten wir dann zum Supermarkt Trgovina mitten im Ort fahren und uns das Geld auszahlen lassen. Wir haben uns über diese zeitaufwendigen Aktion kaputtgelacht und sie unter „Erfahrung“ abgehakt. Einzig das Pfand für Bierkästen kamen wir mit unserem Bon zurückerstattet.

Natürlich haben auch wir über die Erfahrungen der Leserin gestaunt, denn hier scheint etwas ordentlich schief gelaufen zu sein! Die Bestimmungen in ganz Kroatien, damit auch auf den kroatischen Inseln, sind folgendermaßen:

Für alle PET-Flaschen und Dosen, Glas-Bierflaschen, Milch und die 5-Liter Wasserflaschen, sowie Wein- und Schnapsflaschen erhält man bezahltes Pfand wieder zurück. Allerdings nur in den Läden, in denen man sie gekauft hat und gegen Vorlage des Kaufbons.

In vielen Supermärkte, z.B. bei einigen Billa- oder Plodine-Märkten, gibt es im Laden neben einer Tür einen Klingelknopf, den man drückt. Dort nimmt ein Mitarbeiter Flaschen an, händigt im Gegenzug einen neuen Bon aus, den man dann an der Kasse abgibt. Gibt es so eine Rücknahmestation nicht, wie z.B. bei Lidl, fragt man eine VerkäuferIn oder die KassiererIn. Kaufland hat in den meisten Geschäften ein separates Häuschen zum Eintausch. Bei Plodine gibt es manchmal vor dem eigentlichen Einkaufsbereich einen Automaten, an dem man Kästen zurückgeben kann. Doch alles immer nur, wenn man den Einkaufsbon hat und damit beweisen kann, dass man den Kasten (die Flaschen) in diesem Geschäft gekauft hat.

Aber Achtung! Kleineren Läden, die eine bestimmte Verkaufsfläche unterschreiten, nehmen nichts zurück, nicht einmal im Tausch! Sie scheinen dazu auch nicht verpflichtet zu sein, weil sie keine entsprechende Lagerfläche zur Verfügung haben.

Doch tatsächlich gibt es auch in größeren Märkten hin- und wieder Problem mit der Rücknahme von Leergut. Einen leeren Kasten gegen einen vollen umtauschen ist zwar nie ein Problem, aber das Leergut abgeben und Geld zurückbekommen, kann schon mal schwierig sein. Vielleicht stellen sich manche VerkäuferInnen in der Hoffnung dumm, dass der Kunde das Leergut dann da lässt …

Wer reist, vor allem wenn er sich in südliche oder ehemalige Ostblockländer begibt, muss damit rechnen, dass nicht alles so geht, wie er das bei uns gewöhnt ist. Dann nimmt man das am besten mit Humor – so wie unsere Leserin es getan hat.

In München entdeckt – das Türkentor

Wer das ‚Brandhorst-Museum‘ in München besucht, sollte nicht versäumen, einmal um das Gebäude herumzugehen. tuerkentor-muenchen Nicht nur, weil es sehr interessant gestaltet ist, sondern weil sich dahinter ‚Münchens kleinstes öffentliches Museum‘ befindet – das sogenannte Türkentor.

Einst war es Zugang zu einer in den 1820er Jahren errichteten Kaserne des Königlich Bayerischen Infanterie-Leibregiments. Sie wurde als ‚Türkenkaserne‘ bezeichnet, weil sie an der Türkenstraße lag. Der Straßenname wiederum geht auf den sogenannten Türkengraben zurück, der anfangs des 18. Jahrhunderts angeblich von türkischen Kriegsgefangenen aus der Zeit der Türkenkriege ausgehoben wurde. Er sollte dem Nordmünchner Kanalsystem angeschlossen werden, um die Kurfürstliche Münchner Residenz mit Schloss Schleißheim zu verbinden.

Die Kaserne fiel den Bombenangriffen des 2. Weltkriegs zum Opfer, nur das ‚Türkentor‘ blieb erhalten. Zwischen 2008 und 2010 wurde es saniert und, wie man gut sehen kann, größtenteils neu ummantelt. Nur die klassizistische Straßenfassade erstrahlt wieder im ursprünglichen Glanz.

Doch nicht das Äußere des Tores granitkugel-tuerkentor-muenchenist das eigentlich Sehenswerte, vielmehr die Skulptur ‚Large Red Sphere‘ des amerikanischen Künstlers Walter De Maria , die sich im Inneren verbirgt. Die Udo und Anette Brandhorst Stiftung hatte die 25 Tonnen schwere rot-glänzende Granitkugel mit einem Durchmesser von 260 Zentimetern im Jahr 2006 erworben und das Tor als Ausstellungsraum für das moderne Kunstwerk umgestaltet. Die Gegensätzlichkeit des kubischen, historischen Gebäudes mit seinen Säulen und der runden, hochglänzenden Granitskulptur schaffen eine starke physische Präsenz.

Der Eintritt ins ‚Türkentor‘ ist kostenlos. Geöffnet ist es täglich außer Montag.

granitkugel-tuerkentor-muenchen

Mehr über das Türkentor und die Öffnungszeiten

Schokolade für die Liebe

Neuerscheinung im Juli – sieben spannende Kurzromane, die im 17. und 18. Jahrhundert spielen und von Liebe, Sehnsucht, Macht und Intrigen erzählen.

Lina-Sophia Clement

Schokolade für die Liebe

E-Book  /  Preis 3, 99 €

Text ca. 63 Seiten, entspricht 122 gedruckten Seiten

ISBN E-Book: 978-3-946280-56-9

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ASIN: B07F6XZ7KF

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Inhaltsangabe

Schokolade für die Liebe

1661 richtet César de Choiseul Graf von Plessis-Praslin ein Fest aus. Eine Küchenmagd wird eingestellt – ein intrigantes Biest, das alles daransetzt, den Koch Josse und dessen heimliche Liebste Cateline gegen den Küchenmeister auszuspielen.

Geliebte Maitresse

Paris zu Zeiten der Revolution. Adlige und ihre Getreuen werden wie Vieh eingefangen und auf die Guillotine geschickt. Auch Serge Baron de Zanarian und seine Geliebte Aurore müssen um ihr Leben bangen. Er flieht und schickt einen Vertrauten zu ihr, damit er auch sie und ihre Freundin Christelle außer Landes schafft. Doch der Bote wird überfallen, und die beiden Frauen landen im Kerker. Ein Ende auf der Guillotine scheint ihnen gewiss …

Ein dunkles Geheimnis

Amsterdam im Jahre 1630. Bei einem Brand verliert Saskia Lambertus ihren geliebten Gatten. Als einzige ist sie sicher, dass Lucas noch lebt und nicht er, sondern ein andere in den Flammen umgekommen ist. Tatsächlich taucht Lucas Lambertus wieder auf, kann sich aber an nichts mehr erinnern. Doch wer ist der Mann, der in den Flammen starb?

Brennende Herzen

Eleonore hat ihren Gatten Gregor Graf von Gernau nie geliebt, aber sie begegnet ihm mit Respekt. Ihr Herz gehört dem jungen Künstler André van der Wegen aus Brabant, der zurzeit eine Freske in der Schlosskapelle malt. Da stirbt Gregor bei einem Reitunfall, Eleonore bleibt kinderlos zurück. Gregor von Gernau war der letzte seiner Linie. Mit ihm stirbt das Geschlecht derer zu Gernau aus und Eleonore wird gezwungen sein, ihren verhassten Schwager zu heiraten. Doch zusammen mit ihrer Schwiegermutter schmiedet Eleonore einen Plan, der sie retten soll …

Ihr Leben für die Liebe

1598 zieht Luisa, Krämerin aus Singen, mit einem Planwagen auf den Hohentwiel. Dort beobachtet sie, wie ein junger Soldat getreten und geschlagen wird, bis er bewusstlos liegen bleibt. Aus Mitleid gibt sie ihm zu trinken. Als sie den Hohentwiel wieder verlässt versteckt er sich ohne ihr Wissen in ihrem Wagen, um aus der Festung zu fliehen. Doch bald wird sein Fehlen bemerkt, und die Schergen des Hauptmanns verfolgen sie …

Ich bin doch bloß ein Mädchen

Es ist Januar anno 1758 zu Zeiten des Siebenjährigen Krieges. Caroline Herschel, die spätere Astronomin, hat es nicht leicht, bei ihrer gestrengen Mutter, erstrecht nicht, seit Ihr Vater und zwei ihrer Brüder mit dem Musikkorps des Dragonerregiments Hannover in den Krieg ziehen mussten. Das Mädchen ist klug und wissbegierig, will lernen und zur Schule gehen, doch die Mutter verbietet es, und der Vater, der sie in ihrem Wissensdrang unterstützt, ist ja im Krieg …

Gefallener Engel

Man schreibt das Jahr 1788 Mary Rose, eine wohlhabende Bauerntochter in England, verliebt sich in Thomas Maddox, einen Offizier, und brennt mit ihm durch. Als er nach Frankreich einberufen wird, lässt er sie in einer Pension in England zurück und bezahlt der Wirtin die Miete für ein Jahr im Voraus. Doch die will Mary Rose loshaben, um das Zimmer ein zweites Mal vermieten zu können. Sie behauptet, Mary Rose hätte ihr Dinge gestohlen, worauf sie verhaftet wird. Die Strafe, die sie erwartet: Sieben Jahre Deportation in ein Straflager in Australien.

Vorurteile und Missverständnisse zwischen E-Bikern und anderen Radfahrern

Um es gleich mal vorwegzunehmen: E-Bikes sind höchst selten unterwegs. Gemeint sind eigentlich Pedelecs, wenn Leute von E-Bikes sprechen. Der Unterschied: Ein E-Bike (auch S-Pedelec) zählt zu den Kleinkrafträdern (Fahrrad mit Hilfsmotor) und fährt bis zu 45 Studenkilometer! Das Mindestalter des Fahrers beträgt 16 Jahre, sie brauchen einen Führerschein der Klasse AM, und es besteht Helmzwang. Die Bikes benötigen außerdem ein Versicherungskennzeichen.

Wir fahren ein Pedelec (Pedal Electric Cycle), also ein Fahrrad, dessen Elektromotor den Fahrer nur dann unterstützt, wenn er gleichzeitig selbst in die Pedale tritt, und das auch nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Danach schaltet der Motor automatisch ab. Auch muss man auf Steigungen in Schwung bleibt, sonst `verhungert` der relativ schwache Motor, und man bleibt stehen.

Mit diesen Rädern haben wir kürzlich die Alpen überquert, und zwar auf dem ‚Alpe-Adria-Radweg‘. Eine wunderschöne Radreise, die nur zu empfehlen ist – aber das ist ein anderes Thema. Hier soll es um die ‚Feindschaft‘ zwischen Radfahrern und Pedelec-Fahrern gehen, die wir auf unserer Radreise wieder einmal zu spüren bekamen.

Was ist passiert? Nicht nur einmal haben wir gehört, wie ‚sportliche‘ Radfahrer im Vorbeifahren abfällige Bemerkungen machten:

„Schon wieder E-Biker!“ Oder: „E-Bikes sollte man verbieten!“

Das heftigste hörten wir einmal, als wir nach einer Kaffeepause aufstiegen: „Wenn die selber nimmer können, sollen s’e halt daheimbleiben!“ Da habe ich mir vorgenommen, hier auf meinem Blog mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen …

Ein Pedelec ist ein sehr schweres Rad. Meines wiegt knapp 27 Kilo. Dazu kommen etwa 20 Kilo Gepäck (Akkulader und einige Dinge, die man braucht oder sich ‚gönnt‘, wenn man älter ist). Heißt, man bewegt zu seinem eigenen Gewicht also noch knapp 50 Kilo zusätzlich.

Ein ganz normales Stadtrad wiegt etwa 17 Kilo, ein Rennrad zwischen sieben und acht Kilo, ein Mountainbike zwischen 9 und 13 Kilo – und einziges Gepäck ist bei Rennradlern oder Mountainbikern ein kleiner Rucksack, denn Gepäckträger gibt es gar nicht.

Ein Pedelec hat 8 Gänge und drei oder vier Stufen, wobei die erste Stufe (Eco) nicht viel mehr als den Ausgleich zu einem normal schweren Rad bringt – und wie gesagt, das Pedelec schaltet bei 25 Stundenkilometern den Motor automatisch ab, wobei man mit schwerem Gepäck sowieso selten mal eine solche Geschwindigkeit erreichen kann.

Ein Bergrad hat 21 Gänge, ein Rennrad etwa ebenso viele, manche gar 30. Ich denke, damit stehen sie einem Pedelec in nichts nach bzw. haben wir Pedelec-Fahrer es nicht unbedingt leichter.

Hinzu kommen die verschiedenen ‚Ansprüche‘, die Radfahrer haben. Pedelecfahrer wollen die Landschaft genießen, also mit dem Rad die Welt bereisen. Berg- oder Rennradfahrer verstehen sich als Sportler und setzen sich Ziele, die mit Zeit und Kraft zu tun haben und wettbewerbsorientiert sind.

Apropos – der deutsche Ironman Jan Frodeno, der 2018 die Weltbestzeit bei der härtesten Sportart der Welt hält – die Triathlon-Langdistanz – sagte bei einem Interview mit FOCUS Online: „(…) das ist wie E-Bike fahren. Jeder, der das Elektro-Rad verteufelt, saß noch nie auf so einem Spaßgerät. Wenn man aber mal auf so einem Glücksrad saß, kann man sich nichts anderes mehr vorstellen. Okay, außer man möchte 2019 erneut Triathlon-Weltmeister werden …..“

Und der Abenteurer Robert Mohr hat mit einem E-Bike eine Weltreise gewagt. Ist seine Reise weniger anerkennenswert, nur weil er auf einem E-Bike fuhr?

Ein Pedelec kann man übrigens auch ‚sportlich‘ fahren, was wir gerne und oft tun. Dann schaltet man den Motor entweder aus (aufgrund des Gewichts ist das aber nur auf der Ebene anzuraten) oder man fährt auf ‚eco‘ (economy), das entspricht etwa dem Fahren auf einem normalen Stadtrad. Der Vorteil bleibt, dass man auf Steigungen die Möglichkeit hat, mehr Kraft zuschalten, was eine tolle Hilfe ist, gerade wenn man ein kaputtes Knie hat.

Noch ein Erlebnis möchte ich an dieser Stelle beschreiben. Auf einer kurzen, steilen Steigung hatten wir zwei Männer vor uns, die nebeneinander fuhren und somit keinen Platz zum Überholen ließen. Für uns bedeutete das: Entweder klingeln, damit wir an den beiden vorbeiziehen konnten, oder absteigen und an die 50 Kilo bergauf schieben, wobei die sogenannte Schiebehilfe an einem Pedelec eher ein Witz ist. Wir haben geklingelt und uns damit sehr böse Blicke eingefangen, als die Herren sahen, dass wir ein Pedelec fuhren. So nach dem Motto: Wir müssen uns hier abstrampeln, und die auf ihren E-Bikes klingeln auch noch frech, um an uns vorbeizufahren! Dabei sollte es doch eigentlich selbstverständlich sein, dass man auf Steigungen oder vor unübersichtlichen Kurven nicht nebeneinander fährt.

Wieder zu uns: Wir sind 66 Jahre alt. Seit einem Radunfall habe ich ein kaputtes Knie, und Rückenprobleme haben wir beide. Trotz dieser körperlichen Defizite und den damit einhergehenden Schmerzen wollen wir aktiv sein und bleiben. Unsere ‚Kontrahenten‘ sind meist (weit) unter 40 und (noch!) gesund, und wir wünschen ihnen von ganzem Herzen, dass sie es lange bleiben.

Fazit: Egal welches Rad man fährt, bei einem freundlichen Miteinander und gegenseitiger Rücksichtnahme können wir alle unser gemeinsames Hobby, das Radfahren, ganz ohne Ärger genießen.

Eine Fotostrecke über die Tour, auf der Sie sehen können, was Sie unterwegs so alles erwartet, können Sie hier anschauen:

 Fotostrecke Alpe-Adria-Radtour

 

Deutsche Sprache – schwere Sprache?

Heute mal wieder ein Beitrag (mit einem Augenzwinkern) über die deutsche Sprache und das Schreiben. Es war einmal … nein, kein Märchen, sondern eine nackte Tatsache, dass gar nicht so wenige Leute dafür plädierten, die Klein- und Großschreibung abzuschaffen. Und noch immer bekomme ich vereinzelt E-mails, in denen auf Großbuchstaben verzichtet wird. Wie wichtig aber Groß- und Kleinschreibung ist, sieht man an folgenden Beispielen:

Der schöne Ritt durchs dunkle Tal – der Schöne ritt durchs dunkle Tal

Möchtest du Fallen? – Möchtest du fallen?

Sie sieht dir ungeheuer ähnlich – Sie sieht dir Ungeheuer ähnlich

Die Spinnen – Die spinnen

Dachtest du an Hexen? – Dachtest du an hexen?

Der gefangene Floh – Der Gefangene floh

Die Russin hat liebe Genossen – Die Russin hat Liebe genossen

Die nackte Sucht – Die Nackte sucht

Hier wird eine Tante verkauft / Foto: Maria Hobl

Wäre er doch nur Dichter – Wäre er doch nur dichter

Sie ist gut zu Vögeln – Sie ist gut zu vögeln

Auch das richtige Setzen von Kommas kann peinliche Missverständnisse vermeiden. Beispiele:

Wir essen, Kinder – Wir essen Kinder

Er will, sie nicht – Er will sie nicht

Ich empfehle ihr, zu folgen – Ich empfehle, ihr zu folgen

 

 

Hier wurde zwar alles richtig geschrieben, aber offensichtlich etwas falsch verstanden …

 

Doch das sind noch nicht alle Fallstricke der deutschen Sprache! Manchmal kann ein einziger falscher Buchstabe größte Verwirrung stiften …

Er mahlt Korn – Er malt Korn

Sie ist waise – Sie ist weise

Ihr Lied ist schön – Ihr Lid ist schön

Du hasst Eier – Du hast Eier

Sie isst schön – Sie ist schön

Die Saite zupfen – die Seite zupfen

Die Ware ist angekommen – die Wahre ist angekommen

Das soll dir eine Lehre sein – das soll dir eine Leere sein

Und es ist ja auch ein riesiger Unterschied, ob einer ein schöner Lehrkörper oder ein schöner Leerkörper ist, oder ob man gerene Zigeunermusik oder Zigaunermusik hört … und die Musik ‚mit‘ Garten oder ‚im‘ Garten zu hören ist ist.