Hören erleben mit H.G. Quadflieg – Vortragen ist mehr als nur vorlesen

Das Verständliche an der Sprache ist nicht das Wort selber, sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo, mit denen eine Reihe von Wörtern gesprochen wird, kurz, die Musik hinter den Worten, die Leidenschaft hinter dieser Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft: alles das also, was nicht geschrieben werden kann.

Dieses Zitat von Friedrich Nietzsche steht ganz oben auf der Webseite von H.G. Quadflieg

LITERAAUDIO

LITERARISCH-MUSIKALISCHE-HÖRERLEBNISSE

H.G. Quadflieg liest im Studio Texte ein

Das Zitat spricht mir aus der Seele. In meinem langen Autorenleben musste ich mir auf diversen Autorentreffen sehr viele schlecht vorgetragenen Lesungen anhören. Zu oft denken Autoren, dass es genügt, den Text vorzulesen. Aber mit sang- und klanglosem Ablesen nehmen sie dem Inhalt die Kraft und werden dem Text nicht gerecht. Schenkt ihm jedoch der Vortragende die Liebe, die ihm gebührt, trifft der Text den Zuhörer mitten ins Herz.

Das gilt für Texte wie auch für Fotografien, Musik und vieles andere im Leben. Ein Fotograf, der sich nicht die Mühe macht, sein Foto auf-merksam zu betrachten, es geradezurichten, ihm etwas mehr Kontrast oder Licht zu geben, wird kein gutes Foto erhalten. Es bleibt eben eine Aufnahme, die er irgendwann einmal gemacht hat. Ein Bild, dem man ansieht, dass der Fotograf es nicht liebhat.

Günter Quadflieg weiß, wie es geht. Es sind Textfragmente, die er vorträgt, untermalt von Musik, ergänzt durch eine Fotografie oder ein Gemälde, das sich auf das Wesentliche beschränkt – wie eben die Texte selbst.

Die Bilder sehen, die Augen schließen. Die Texte hören, die Musik einatmen. Erleben kann man das hier

Aber auch die Soundtracks und Fotofilme von H.G. Quadflieg sind erlebenswert. Schauen Sie hier

Krimifrühstück – Lesung mit Inge Löhnig

Es ist eine schöne Tradition geworden, dass es jedes Jahr Anfang Januar in der Bücherei Grassau ein Krimifrühstück gibt. So auch an diesem Samstag, den 14.1.2017.
Zum ‚kleinen Brunch‘ las die Bestsellerautorin Inge Löhnig aus ihrem neunten Kriminalroman ‚Gedenke mein‘. Während in ihren früheren Romanen noch Kriminalhauptkommissar Dühnfort ermittelte, steht nun seine Lebensgefährtin Gina Angelucci, ebenfalls Kommissarin, im Mittelpunkt des Geschehens. Sie löst einen alten Fall, der bereits zu den Akten gelegt war.
Die Autorin hat eine angenehme Stimme, trägt sicher und gekonnt vor und hat ihre Textstellen treffend ausgewählt – eine rundum gelungene Lesung, zu der es sich bei Schnee und eisglatten Straßen zu kommen gelohnt hat.
In der anschließenden Fragerunde gab es dann auch noch so manches zu lachen, und Inge Löhnig gewährte Einblick in ihre Arbeit als Krimiautorin, was nicht minder interessant war.
Fazit: Sollte Frau Löhnig mal in Ihrer Umgebung lesen, unbedingt hingehen!

Mehr über die Autorin und ihre Veröffentlichungen finden Sie hier:

Inge Löhnig – Krimiautorin