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Mundart Archive - by arp

Vergessene Wörter – Sappralott

Sapperlott“ oder „Sappralott“ Aussprache: [zapɐˈloːt], [ˈsapɐlɔt]. Wurde in Bayern und Österreich, aber auch in den Niederlanden gebraucht.

Dieses Wort habe ich als Kind öfter mal gehört, doch dann ist es aus dem Sprachschatz der Leute verschwunden. Heute fuhr ich meine übliche Radtour. Da hörte ich eine junge Frau, die am Wegrand stand ‚Sappralott‘ zu ihrem Hund sagen, weil er nicht gleich zu ihr kam.

Das Wort kommt ursprünglich aus dem Französischen und ist eine Entstellung von sackerlot, sacre nom (heiliger Name) bzw. heiliges Los.

Früher wurde es entweder als Ausdruck der Überraschung oder Begeisterung gebraucht: „Sappralott, du schaust aber heut gut aus!“
Oder als Ausruf der Verwünschung und Entrüstung: „Sappralott, jetzt folg endlich, sonst setzt‘s was!“

Auch die Niederländer kennen dieses Wort. Dort wird es Sapperloot geschrieben.
Noch mehr dazu weiß der ‚Schlaubeer‘ – hier der Link:

zum Schlau-Beer

sappralott-vergessene-woerter

Weitere ‚fast vergessene Wörter‘ auf meinem Blog:

Techtelmechtel

Hagestolz

Grisette

adies

Plumeau

Guffen

Matz – in früherer Bedeutung