Ein Tag im Legoland

Das neue Schuljahr fing an, und so sicher wie das Amen in der Kirche bekamen wir Kinder einen Aufsatz mit dem Thema aufgebrummt: Dein schönstes Ferienerlebnis!

Ich habe mir sagen lassen, diesen Aufsatz schreiben unsere Kinder immer noch. Mit einem Unterschied – die schönsten Ferienerlebnisse von heute müssen schon was hergeben! ‚Ich war mit Martina baden‘, oder: Benni und ich haben mit der Mama eine Zugfahrt unternommen‘, reicht da nicht mehr. Im-merhin fahren Mäxchen und Emma nach Italien ans Meer und Anna und Julius an den Balaton, wo sie reiten dürfen. Doch wenn die Eltern von Merle und Jana keine Zeit oder kein Geld für einen ausgebreiteten Urlaub haben, was dann?

„Legoland!“, hallt es wie aus einem Mund.

Keine schlechte Alternative für den Aufsatz vom schönsten Ferienerlebnis … Also, ab nach Günzburg, wo Deutschland sein Legoland hat!

Günzburg liegt ziemlich genau zwischen Stuttgart und Mün-chen. Eine vierköpfige Familie muss für Eintritt, Parken, Benzin, ein bisschen Spielzeug und nachmittags eine Tasse Kaffee oder ein Eis etwa 200 Euro auf den Tisch blättern. Will man zu viert im Legoland eine Kleinigkeit zu Mittag essen, kommt noch mindestens ‚ein Fuffi‘ dazu. Wir selbst haben uns was Leckeres von zu Hause mitgenommen, und das konnten wir bei vielen anderen Familien ebenfalls beobach-ten. Da es überall Bänke gibt, wo man schön sitzen und Brotzeit machen kann, ist das kein Problem.

Was Legoland ausmacht sind, neben den aus Legosteinen nachgebildeten Städten und Figuren (sehr beeindruckend!), die Fahrgeschäfte. Dort gibt es viel zu erleben, doch lei-der muss man teilweise recht lange anstehen. Man sollte also Geduld mitbringen, und sich vielleicht schon zu Hause schöne Spiele für die Wartezeit überlegen. Wortspiele, Ra-tespiele, Scherzspiele, Denkspiele – wie Kofferpacken oder Flüsterpost zum Beispiel.

Dass sich so lange Wartereihen bilden, liegt unter anderem auch daran, dass die Mitarbeiter von Legoland, die übri-gens ausnahmslos freundlich und hilfsbereit waren, sehr auf Sicherheit achten. Bis alle richtig sitzen und zehn, zwanzig oder 50 Sicherheitsbügel kontrolliert sind, ver-geht schon einige Zeit. Wer die Wartezeit aber unbedingt umgehen will, hat die Möglichkeit, sich einen Express Pass zu kaufen (siehe Homepage von Legoland), der einen Zugang ohne Wartezeit ermöglicht.

Legoland ist vor allem für größere Kinder geeignet. Es gibt Gelegenheit zum Klettern und Legopferde reiten, man kann sich auf dem Wasserspielplatz vergnügen, mit Zügen fahren, sich im Spiegel-Labyrinth verlaufen, im ‚Legoland Sea Life‘ Fische beobachten oder mit Achterbahn und Kon-sorten fahren. Und für die unter Vierjährigen, die nicht in alle Fahrgeschäfte dürfen, gibt es den Duplospielplatz, auf dem sie sich nach Herzenslust amüsieren und austoben können, während ihre großen Geschwister auf Streifzug gehen.

Alles in allem war es für unsere Mädchen (8 und 9 Jahre) ein wunderschöner Tag, und sie sind mit leuchtenden Augen und einem vollen Herzen nach Hause gefahren. Und das mit dem Aufsatz, das klappt bestimmt auch, schließlich gibt es eine Menge zu berichten.

http://www.legoland.de/entdecken/attraktionen

Ein Gedanke zu „Ein Tag im Legoland“

  1. Der Eintritt ist schon happig, und die „Nebenkosten“ sind auch nicht ohne. Dafür kann man zu Dritt eine ganze Woche in Barcelona verbringen (Anreise natürlich zusätzlich, aber da gibt es auch unglaublich Günstiges, z.B. den linienmäßig fahrenden „Europabus“ ab Augsburg). Da ich in Augsburg wohne, kenne ich Leute, die schon mal im Legoland gearbeitet haben, und jeder sagt mir: Nie wieder.
    Na ja, wenn die Kinder ihren Spaß haben, darf man nicht nörgeln, aber als Erwachsenem tut’s einem in der Seele weh.

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