Vor 200 Jahren wurde das Fahrrad erfunden

Am Anfang war das ‚Laufrad‘, ein rechtes Ungetüm aus Holz. Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn hieß der Erfinder mit vollem Namen – später nur Karl Drais, denn seinen Adelstitel hatte er während der Badischen Revolution im Jahr 1848 abgelegt. Er wurde am 29. April 1785 in Karlsruhe als Sohn eines Oberhofrichters geboren, studierte Landwirtschaft, Baukunst und Physik und begann danch seine berufliche Laufbahn als Forstmeister.

Doch in den Jahren 1816/17 bescherten Ernteausfälle nicht nur den Menschen Hungersnöten, sondern sorgten auch für kaum noch erschwingliche Haferpreise. Und da Pferde nun einmal Hafer fressen, war ein Fahrzeug ohne Pferdestärke gefragt! Dachte sich von Drais und tüftelte so lange, bis er seine zweirädrige ‚Laufmaschine‘ erfunden hatte – die ‚Draisine‘. Hier bewahrheitet sich der Spruch: Not macht erfinderisch!

Laufmaschine hieß das Gefährt, weil dieser hölzerne ‚Urahn‘ unserer Fahrräder noch keine Pedale besaß, sondern durch Anschieben mit den Füßen fortbewegt wurde, so wie das heute noch die kleinen Kinder tun.
Genau vor zweihundert Jahren, am 12. Juni 1817, fuhr Karl Drais erst¬mals auf seiner recht seltsam anmutenden Erfindung vom Schloss Mannheim zur kurfürstlichen Sommerresidenz in Schwetzingen und wieder zurück. Für die Strecke von knapp dreizehn Kilometern benötigte er nur eine ‚kleine Stunde‘, was einer Sensation gleichkam. Denn zu Fuß hätte man zweieinhalb Stunden benötigt, und ein Reiter wäre nur unwesentlich schneller ans Ziel gelangt. Auf der Ebene, so Drais, sei seine Laufmaschine so schnell wie ein Pferd im Galopp – doch es hat den Vorteil, dass es keinen Hafer frisst!

Danach versuchte Karl Drais durch verschiedene ‚Werbeaktionen‘, angefangen von Vorführungen bis hin zu Zeitungsartikeln, seiner Draisine Bekanntheit zu schaffen. Am 12. Januar 1818 erhielt er dafür sogar ein ‚Großherzogliches Privileg‘ was in etwa dem heutigen Patent entspricht.

Seine Draisine bestand vor allem aus Holz, besaß jedoch keine Pedale. Aber ansonsten gab es bereits Ähnlichkeiten zum heutigen Fahrrad. Vorder- und Hinterrad hatten einen Durchmesser von 27 Zoll, Sattel und Lenker waren in der Höhe verstellbar, und am Lenker befand sich eine Schleifbremse für das Hinterrad.

Dass sich das Fahrrad zuerst einmal nicht durchsetzen konnte, lag an verschiedenen Problemen. Zum einen benötigt man, wie jeder weiß, eine gewisse Körperbeherrschung, um auf zwei hintereinander angeordneten Rädern im Gleichgewicht zu bleiben. Zum anderen fehlte dem ‚Urrad‘ eben noch etwas Wesentliches: Die Pedale! In London baute ein Lizenznehmer eine Laufmaschine, jedoch ohne Bremse. Die Englische Post erstand einige Exemplare davon, beschied jedoch, dass damit zu viele Stiefelspitzen aufgearbeitet werden und schickte ihre Postboten wieder zu Fuß los. Einige Unglücksfälle, die mit den unbremsbaren Laufmaschinen passierten, führten schließlich sogar zu einem Fahrverbot. Auch in den USA wurde das neue Gefährt nachgebaut, allerdings ohne Pläne, also rein nach Hörensagen. Auch hier floppte es. Das größte Hindernis waren jedoch die schlechten Straßenverhältnisse dieser Zeit – auf schlammigen, holprigen Straßen lässt sich mit einem Rad nun einmal nicht gut fahren.

Dass seine Idee, ein Gefährt auf zwei hintereinanderliegenden Rädern, einmal einen solchen Durchbruch erlangen würde konnte Karl Drais nicht mehr erleben. Er starb 1851 an einem Herzinfarkt. Angeblich erlitt er ihn, nachdem er einen Zeitungsartikel entnommen hatte, dass, ein andere seiner Erfindung Pedale zugefügt hatte und damit in Serienproduktion ging. Ob es stimmt? Vielleicht ist es nur eine Legende. Sicher ist aber, dass Karl Drais, der als spleeniger Erfinder galt, gemobbt und verlacht wurde, worunter er sehr litt.

Apropos: Karl Drais hat nicht nur das Zweirad erfunden. Er baute auch einen Wagen mit vier Rädern, der sich ohne Pferde fortbewegen sollte, und nannte ihn Fahrmaschine. Außerdem einen Klavierrekorder, einen Holzsparherd und– Autoren aufgehorcht! – die erste Tastenschreibmaschine für 25 Buchstaben!

Anfang des letzten Jahrhunderts eroberten auch Frauen das Rad als Fortbewegungsmittel, was ihnen eine gewisse Mobilität und damit mehr Freiheit einbrachte. Natürlich nur unter Protest der Männer!

by arp erschienen:

Grundschrift statt Schreibschrift? – Ein guter Grund dagegen!

In einigen Grundschulen in NRW sowie in anderen Bundesländern, wird Kindern keine Schreibschrift mehr beigebracht, um eine sogenannte ‚Grundschrift‘ zu etablieren. Die Kinder, die es betrifft, dienen als ‚Versuchskaninchen‘. An ihnen wird getestet, ob und wie gut sie mit der ‚Grundschrift‘ flüssig schreiben lernen. Angeblich, so heißt es, gibt es bisher außer einer sehr kleinen Studie in der Schweiz keine Erfahrung damit. Doch das ist ein Irrtum!

Ich bin mit einem Niederländer verheiratet, der 1953 geboren wurde. Er gehört zu einigen Jahrgängen, die nicht in Schreibschrift unterrichtet wurden. So hat er nie gelernt, Buchstaben flüssig aneinanderzufügen. Später, als er Journalist wurde und ständig eilige Notizen machen musste, haben sich die Druckbuchstaben und die Unfähigkeit, Lettern flüssig aneinanderzureihen, zu absonderlichen Hieroglyphen entwickelt, die aussehen wie Striche in unterschiedlichen Neigungen.

Aus Erfahrung klüger geworden haben die Niederländer nach wenigen Jahren die Schreibschrift wiedereingeführt. Für meinen Mann leider zu spät. Die verheerenden Auswirkungen dieses Experiments haben wir täglich vor Augen! Außer ihm selbst kann niemand seine Schrift entziffern und wenn etwas handschriftlich geschrieben werden muss, kommt er damit zu mir.

Das geschwungene Aneinanderfügen von Buchstagen ist für eine schnelle Schrift absolut unerlässlich. Sollten Sie meiner Meinung sein, haben Sie die Möglichkeit, folgende Petition von Marie A. v. Geyr bei Chanche.org zu unterschreiben …

Zur Petition

Veränderliche Krabbenspinne – Gast in meinem Garten

Als ich diese weiße Spinne in meinem Garten entdeckte, dachte ich: Was für ein wunderliches Tier! Ist es eine neue Art? Handelt es sich etwa um eine Albino-Spinne oder gar um eine ‚Weiße Witwe‘? Oder kann diese Art vielleicht wie ein Chamäleon ihre Farbe ändern? Denn sie saß ausgerechnet in einer weißen Tulpe! So gut getarnt hatte sie offensichtlich auf ihrer Jagd guten Erfolg gehabt, denn sie fraß sich gerade an einer Fliege satt.

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Aber nein, wie sich nach einigen Recherchen herausstellte, handelt es sich um eine ‚Veränderliche Krabbenspinne‘ (Misumena vatia) aus der Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae).  Sie ist in Mitteleuropa beheimatet, und Weibchen können, wie es der Name bereits andeutet, die Farbe ändern. Bei ihnen variiert die Färbung zwischen leuchtend gelb, gelbgrün und weiß. Die Seiten des Hinterkörpers tragen häufig zwei rote Längsstreifen. Das Männchen hingegen hat einen schwärzlichen Vorderkörper, der Hinterkörper ist gelblichweiß gefärbt und hat zwei dunkle Längsstreifen.

Im Jahr 2006 wurde die ‚Veränderliche Krabbenspinne‘ sogar zur Spinne des Jahres gewählt. Sie ist gar nicht so selten, wie man glauben mag. Die oben erwähnte Weiße Witwe hingegen kommt in Deutschland in freier Natur nicht vor.

Kleines Lexikon flapsiger Wörter

Als ich im Internet auf das Wort ‚optimöse‘ stieß, musste ich lachen. Was, das gibt es auch noch? Haben Jugendliche im letzten Jahrhundert in ihren wilden Jahren gesagt, wenn sie fanden, dass etwas ‚optimal‘ lief. Heute würden sie wahrscheinlich sagen: „Geil gelaufen!“ – weil heute ja alles geil ist. Da waren wir schon irgendwie erfinderischer. Bei uns waren die Dinge wenigstens affengeil abgefetzt oder so.

Ich hab mal ein bisschen in den Untiefen meines Unterbewusstseins geschürft und ein paar astreine, kosmische, friesisch-herbe Ausdrücke aus dem ‚vorigen Jahrtausend‘ zusammengetragen.Wie wäre es zum Beispiel mit

asten – steht für sich abmühen, hart arbeiten
Blech reden – Unsinn sagen
sich beölen – sich amüsieren, lustig machen
Botanik – steht für Landschaft, da fährt man mit seinem ‚Joghurtbecher’ durch, womit ein Motorrad gemeint ist. Das Wort Botanik kann man aber auch durch ‚Taunus‘ ersetzen.
Disco-Torte – Mädchen, das regelmäßig in die Disco geht
dummsülzen – blöd daherreden
durchticken – wer durchtickt, der begreift etwas
Elch – wer gleich zum Elch wird, dessen Geduld geht zu Ende. Küsst ihn der Elch hingegen, geht es ihm sehr gut
ergeiern – wer sich etwas ergeiert, der hat blitzschnell reagiert und z.B. einen guten Job ergattert
ich bin fix und foxi – sagt einer, der fix und fertig ist
mach `ne Flatter – hau ab!
Flattermann – steht nicht nur für ‚gebratenes Hähnchen‘, sondern auch für Entzug: Der hat `nen Flattermann
der ist ein Fuzzi – heißt, dass einer echt blöd ist
Heizölferrari – Dieselfahrzeug
hotten – wer sich einen abhottet, der tanzt heftig
in die Hufe kommen – aufbrechen
der hat `nen Kaftan an – der trägt ein Jackett
kiffig – ist einer kiffig angezogen, trägt er besonderen Wert auf sein Äußeres. Den nannte man auch ‚Schniegel-Poppie
Klingelbüchse – Telefon
Koffer – ruft einer „das is echt`n Koffer!“, dann kann er gar nicht glauben, was er da hört
kübeln – kübelt sich einer einen, schüttet er sich mit Alkohol zu
Mafia-Torte – ist schlicht `ne Pizza
Mary Jane – Insiderwort für Haschisch und Marihuana
Matte – Haarschnitt
Mollie – Brandkörper, Molotowcocktail
Mufti, oder noch schlimmer wäre der Obermufti – jemand der gerne den Chef, Macker, Leader raushängen lässt
Nachkriegssound – gemeint sind solche Reden wie: „Solange du deine Füße unter meinem Tisch hast …!“ Oder: „Als ich in deinem Alter war …!“
Ohrenspülung – Musikalische Berieselung
Pfanne – wer die Pfanne hat, der hat einen an der Klatsche
Polit-Typ – das ist ein Politiker
Pudel – wer den hat, der hat eine Dauerwelle. War ja in den 80-ern modern, auch bei Männern
Prolo – Aussteiger, Alternativer aber auch Punker
Püsch – Quatsch
Pusher – Dealer
rattenscharf – das wäre heute wohl ´ne geile Tussi
Rochus – wer den hat, ist mächtig sauer auf jemanden
Rohr – sagte man zum Telefon
rumbrettern – schnell durch die Gegend fahren
Scharte – zieht man einem eine Scharte, verprügelt man ihn
Scherben – ist eine Schallplatte. Hat man ja heute nicht mehr …
Scheich – so nannten Mädchen ihren ‚Festen‘
Socken – wer durch die Socken pfeifen soll, hat zu verschwinden. Hat einer aber einen Sockenschuss, ist er nicht ganz klar im Kopf.
Steppenwolf – Schürzenjäger
Sumpfralle oder Zippelgusse – ein nicht gerade schönes Mädchen. Hingegen ist die
Torte – ein hübsches Mädchen.
Taucherbrille – wer einem so eine verpasst, schlägt ihm ein blaues Auge
Teller – wer nichts mehr von selbigem zieht, der hat seine besten Tage bereits hinter sich
verwarzt – ist einer, der in jedem Sinne runtergekommen ist
wegflippen – Kontrolle verlieren
Wuschermann – Liebesabenteuer. Wer einen Wuschermann macht, der reißt eine auf
Zampano – das ist ein Leader, Anführer einer Clique
zombig – heißt phantastisch

Ob man solche Ausdrücke nun schön findet oder nicht – lautmalerisch sind sie auf jeden Fall und können den einen oder anderen ‚flapsigen‘ Dialog im nächsten Roman vielleicht sogar bereichern.

 

Frauen und das Altern

Wir Frauen haben ein großes gesellschaftliches Problem. Wir sind (angeblich) je älter wir werden desto weniger wert. Davon erzählen Frauen immer wieder – und das finde ich wirklich schade.

Ein Buch mit dem Titel:  Mutprobe‘ – Frauen und das höllische Spiel mit dem Älterwerden stand 2014 lange auf Platz 1 der Sachbuch-Bestsellerliste, und gleich danach kam sinnigerweise ein Moderatgeber. Die Autorin Bascha Mika bezeichnet die Tatsache, dass frau ab einem bestimmten Alter nicht mehr wirklich wahrgenommen wird, als Verschwindefluch.

Unter diesem Druck leiden viele Frauen – mehr oder weniger bewusst oder unbewusst. Manche verdrängen es, manche versuchen, etwas dagegen zu unternehmen. Andere vergraben sich in ihre Arbeit oder holen sich Liebe und Anerkennung durch Hobbys wie Reiten oder Malen. Oder bekleiden ein Ehrenamt, um gebraucht und geliebt zu werden.

Francoise Sagan sagte einmal: Es gibt ein Alter, in dem eine Frau schön sein muss, um geliebt zu werden, und dann kommt ein Alter, in dem sie geliebt werden muss, um schön zu sein. Für manche Frauen mag das der Antrieb sein, sich einen neuen Mann zu nehmen.

Ein kritscher Blick in den Spiegel

Es ist tatsächlich ein höllisches Spiel, in das sich Frauen da verstricken. Doch sollte man nicht denken, früher sei alles besser gewesen. Früher waren selbst schöne Frauen nichts wert, eben weil sie Frauen waren. Sie wurden an den Geschäftspartner oder sonst einen verschachert, der der Familie ein Weiterkommen bieten konnte. Waren sie arm, wurde sie missbraucht und vergewaltigt. Selbstbestimmung für Frauen gab es nicht. Noch Mitte des letzten Jahrhunderts mussten Frauen die Erlaubnis ihres Ehemannes einholen, wenn sie einen Kühlschrank auf Raten kaufen wollten, und wenn sie unverheiratet schwanger wurden, hat man sie als Flittchen bezeichnet.

Ob es Männern immer öfter ganz ähnlich ergeht, ohne dass wir Frauen etwas davon ahnen? Eine Umfrage, die vor vielen Jahren einmal durchgeführt wurde, brachte ans Licht, dass sich Männer im Gegensatz zu Frauen häufig attraktiv finden – selbst deutlich übergewichtige und solche mit anderen ‚Schönheitsmakeln‘. Die Werbung der letzten Jahre könnte allerdings das Selbstverständnis der Männer ins Wanken bringen … Denn von Sixpack über Dreitagebart bis hin zu erotischen Düften, wird nun auch der Mann in die ‚Werbemangel‘ genommen.

In Liebesromanen unterliegt er diesem Gesetz ja schon lange. Oder will eine Frau, die zu Hause einen unattraktiven notorisch schlechtgelaunten Mann als Lebenspartner hat, etwa auch noch in Liebesromanen von so einem lesen? Nööö! Da soll er dann bitte gut aussehen, charmant und liebenswürdig sein und vor allem Verständnis für ihre Probleme haben. Dasselbe gilt natürlich für Filmhelden.

Nun ja, so ist das eben …

Ich selbst bin allerdings der Meinung: Wer sich liebt und wertschätzt, pflegt sich. Und wer gepflegt ist und sich liebt und ein Lächeln für sein Gegenüber hat, ist schön. Da ist das Alter gar nicht mehr wichtig …

Autoreninterview mit Olaf Büttner

Die Nordsee leckt über das sandige Ufer, am Himmel segeln Möwen und stoßen ihre Schreie aus, die wie hartes, hämisches Lachen klingen. Mit weitausholenden Schritten geht er neben mir her – Olaf Büttner grauhaariger Ostfriese, gestandenes Mannsbild, Anfang sechzig, erfolgreicher Autor. Wir reden über dies und das, die großen Klassiker, die Bekannten und weniger bekannten Autoren, den Job, der uns verbindet, und seine Tücken. Kurz kommen wir auf Shakespeare zu sprechen – Hamlet, Prinz von Dänemark, ‚sein oder nicht sein‘ – und dann die Frage: „Ja, wer ist man eigentlich?“

Die Hände in den Manteltaschen vergraben denkt Olaf Büttner eine Weile nach, meint dann mit einem Nicken: „Hab ich mich früher ziemlich oft gefragt und bisweilen ist das auch noch heute der Fall. Die äußeren Fakten sind natürlich schnell erzählt. Ich bin verheiratet, habe einen erwachsenen Sohn, den wir Jonas genannt haben zu einer Zeit, in der dies noch kein Modename war. Bin in Wilhelmshaven an der Nordsee geboren, habe mich irgendwann auf die Socken gemacht, habe hier und dort gelebt und bin schließlich wieder zurückgekehrt in die alte Heimat. Nun lebe ich schon ganz schön lange wieder an der Nordsee, in einem kleinen Strandort, nicht allzu weit von Wilhelmshaven entfernt.“

Sein Haar steht im Wind recht auf, er lässt den Blick übers Meer schweifen und fügt schließlich an: „Ich mag die Gegend hier wirklich sehr.“

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Olaf Büttner

„Und sonst noch?“, bohre ich weiter.

„Ich habe zwei Berufe“, erklärt Olaf Büttner. „Der eine ist Schreiben, der andere meine Arbeit in einer Wohngruppe mit Jugendlichen. Das erlebe ich weniger als Spaltung denn als eine sich manchmal in wunderbarer Weise zusammenfügende Einheit. Was allerdings nicht heißt, dass ich über die Jugendlichen aus meiner Gruppe schreibe, das fände ich nicht gut. Grundlage für beide Arbeitsbereiche ist Kreativität sowie mein sehr stark ausgeprägtes Interesse an Menschen, unseren Widersprüchen, Abgründen, unseren Lügen, unserer Wahrheit, unserem Hass, unserer Liebe, überhaupt unseren vielfältigen, komplizierten oder ganz einfachen Beziehungen untereinander und jedes Einzelnen von uns zu sich selbst. Das ist mein großes Thema, sowohl im Alltag als auch in meiner Arbeit als Schriftsteller und mit den Jugendlichen. – Das ist dann zusammengefasst so ungefähr das, was ich bisher auf diesem Planeten über mich herausgefunden habe.“ Mit einem Schmunzeln sieht er mich an. „Aber keine Sorge: Die Suche geht weiter!“

Als ich von ihm wissen will, wie er zum Schreiben kam und welchen Platz dieser Teil seiner beiden Berufe in seinem Leben einnimmt, bleibt er kurz stehen, zieht Stirnfalten, sagt schließlich: „Ich kam nicht zum Schreiben, das Schreiben kam zu mir. – Ist das jetzt ein Klischee? “

Er geht weiter, fügt nach einer Weile an: „Die interessante Seite an Klischees ist ja, dass immer auch ein Wahrheitsgehalt in ihnen steckt. Beim Schreiben meines neusten Romans ‚Friesenschwindel‘ (erscheint im April 2017) habe ich eine unheimlich große Lust daran entdeckt, mit Klischees zu spielen. Das ist eine großartige und völlig verrückte Sache, aus der sich fast von allein eine ganz neue Form der Wirklichkeit entwickelt. In dem Buch geht es zum Beispiel um polnische Frauen, die deutsche Männer über den Tisch ziehen, deutsche Männer, die sich problemlos über den Tisch ziehen lassen, wenn eine hübsche Frau mit dem Hintern wackelt, leicht dusselige Ostfriesen, einen Psychologen, der an Burnout erkrankt, um einen Detektiv, der an chronischer Selbstüberschätzung leidet usw. Damit zu spielen kann wirklich faszinierend sein!“

„So ein leicht dusseliger Ostfriese wie du?“, bemerke ich, und wir lachen beide.
Aber zurück zur eigentlichen Frage: „Meine erste Geschichte war ein Märchen“, erzählt Olaf. „Die habe ich geschrieben, als ich in der ersten Klasse war. Da ging es um eine Hexe und eine Blume, die sich in einem Wald begegneten. Vielleicht habe ich da irgendwelche Kindheitserlebnisse verarbeitet, vielleicht war ich aber auch einfach nur von den vielen Märchen inspiriert, die mir zum Einschlafen vorgelesen wurden – meistens von meinen älteren Geschwistern.“

„Du hattest Geschwister? Wie viele?“

„Fünf ältere und einen jüngeren Bruder.“

„Dann ward ihr also sieben!“ Ich selbst hatte drei Geschwister, und es gab nicht selten Streit. Ich versuche mir vorzustellen, es hätten da noch drei weitere am Tisch gesessen. „Da war bei euch zu Hause wohl `ne Menge los!“, bemerke ich mit einem Zwinkern und frage: „War, mal abgesehen von den Märchen, Literatur in deiner Familie ein Thema?“

„Nein.“ Olaf schüttelt den Kopf. „Obwohl: Mein Vater, der gestorben ist, als ich 20 war, erzählte mir manchmal zum Einschlafen selbsterfundene Märchen. Das finde ich übrigens im Nachhinein sehr faszinierend, da das überhaupt nicht zu dem Bild passt, das ich ansonsten von ihm habe. Schriftstellerische Ambitionen hatte er jedenfalls überhaupt nicht! Mir hat das Schreiben meines allerersten Märchens aber so viel Spaß gemacht, dass ich dann noch ein paar weitere geschrieben habe. Und über die Kinderjahre verteilt, nicht andauernd, aber regelmäßig in teils größeren Abständen, kamen bald auch andere Geschichten hinzu. Eine Bildergeschichte über ein paar Kids, die einen Zoo aufgemacht haben. Eine Kurzgeschichte über einen Marathonlauf, eine über ein Fußballspiel … und immer so weiter.“

„Und erste Veröffentlichungen?“, hake ich nach.

„Mit siebzehn Jahren habe ich ein paar Gedichte in einer Literatursendung im NDR veröffentlicht. Dann folgten Kurzgeschichten, auch im Radio, ein erster kleiner Roman blieb erstmal unveröffentlicht. Insgesamt war es bis zum ersten Buch eine sich über Jahrzehnte dahinziehende Entwicklung. Zusammenfassend lässt sich wirklich sagen, dass ich mir das Schreiben nicht ausgesucht habe. Es war da wie meine Augenfarbe oder die Gene zu meiner späteren Schuhgröße, die von Beginn an in mir steckten. Mal altreligiös ausgedrückt: Ein bisschen Segen und ein bisschen Fluch. In jedem Fall ist es ein Urteil, mit dem ich klarkommen muss und auch sehr gerne klarkomme!“, fügt er an. Sagt es und lacht sein sympathisches Jungenlachen.

Noch eine letzte Frage setze ich nach: „Was bewegt dich als Mensch und Autor?“

Seine Antwort fällt kurz aus. „Das Leben!“

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Techtelmechtel – wer sagt das heute noch

Als ich in heiterer Runde das Wort Techtelmechtel gebrauchte, sah mich meine neunzehnjährige Großnichte stirnrunzelnd an. „Was bedeutet das denn?“, fragte sie.

Unter jungen Leuten hat das Wort offensichtlich keine Relevanz mehr. Also suchte ich nach Synonymen: Liebelei, Flirt, Fremdgehen …?

„Ach sooo.“ Sie grinste. Du meinst, wenn einer ein „G‘spusi“ hat.

Genau!“ – Das ist der bayrisch-österreichische Ausdruck dafür.

Als die Gäste gegangen waren, knöpfte ich mir das Wort noch einmal vor. Ich suchte nach weiteren Synonymen, fand: Affäre, intime Beziehung, Ehebruch, Liaison, Romanze, Seitensprung, Verhältnis, Liebesabenteuer, heimliche Liebschaft, Eskapade, Liebelei, Tändelei, Bettgeschichte – oder wie so mancher heute ganz ohne rot zu werden sagen würde: Fremdficken oder: eine Fickbeziehung.

Für mich als Autorin sind Synonyme immer wichtig. Hat man oben ‚Verhältnis‘ geschrieben, bietet sich drei Zeilen weiter unten vielleicht das Wort ‚Eskapade‘ an – denn zweimal dasselbe Wort in kurzem Abstand gilt als Wiederholungsfehler.

Aber auch von dem jeweiligen Protagonisten ist es abhängig, welches der möglichen Synonyme man gebraucht. Wenn ein Achtzigjähriger vom Fremdgehen spricht, benutzt er gewiss nicht das Wort ‚Fickbeziehung‘, denn das gehört einfach nicht zum Sprachgebrauch eines betagten Menschen. In diesem Fall wäre wiederum das ‚Techtelmechtel‘ viel eher angebracht.

Aber woher kommt dieser Begriff nun eigentlich?

So genau weiß man es nicht. Im Etymologischen Wörterbuch steht, dass es im 19. Jahrhundert in Österreich entstanden ist (wo es sich vielleicht aus dem Rotwelschen entwickelt hat). Von dort hat es sich über den süddeutschen Raum auch bei uns eingebürgert. Damals noch ‚Dechtlmechtl‘ geschrieben, bedeutete es ‚geheimes Einverständnis‘.

Das Etymologische Wörterbuch geht von der Vermutung aus, das Wort hätte seine Wurzeln im alt-italienischen a teco meco, was so viel wie ‚unter vier Augen‘ heiß. Vergleich auch lateinisch tecum = mit dir – mecum = mit mir – belegen lässt sich das aber nicht. Die Niederländer sagen zum Techtlmechtl übringens scharrelpartij oder auch ein ‚onder onsje‘, was so viel gedeutet wie ein verniedlichtes ‚unter uns‘, sich also dem Lateinischen anschließt.

Andere Quellen ziehen das Wort tacht(i) (= geheim, heimlich) aus dem Jiddischen als Ursprungswort in Betracht und vermuten, dass es sich bei Techtel-Mechtel um eine Reimdoppelung bzw. um eine Wortspielerei handelt. Interessant ist dabei, dass auch der entsprechende englische Begriff hanky panky eine Reimdoppelung ist.

Ebenfalls in Betracht gezogen wird als Ursprungswort das mundartliche Wort tacht (= Docht). In diesem Fall soll die schnell verlöschende Kerzenflamme Pate gestanden haben.

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Wenn man auch nicht so genau weiß, wie das Wort entstanden ist, über seine Bedeutung gibt es keinen Zweifel. In Karl Friedrich Wilhelm Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon von 1876 ist die Redensart „Das is a Techt’lmecht’l“ folgendermaßen definiert:

‚Es handelt sich um eine Verabredung von zwei oder mehreren Personen über die Durchführung irgendeiner Handlung, auch ein auf gegenseitigen Vortheil berechnetes, andern nachtheiliges Uebereinkommen‘.

Heute drückt man sich da weniger umständlich aus: Gemeint ist Flirt, eine Tändelei oder eine (kurze) erotische Liebesbeziehung ohne Leidenschaft und ernsthaften Hintergrund.

Die Mär von der sprichwörtlichen Ruhe auf dem Lande …

Im ‚Focus‘ kann man lesen, dass Zeitschriften wie ‚Landlust‘ höhere Auflagen als der ‚Spiegel haben, und gestern brachte das Radio einen Bericht, in dem es hieß, dass ‚Wohnen auf dem Land‘ wieder voll im Trend liegt. Denn: Gestresste Menschen sehnen sich nach Harmonie, Zufriedenheit und der himmlischen Ruhe auf dem Land.

Ruhe auf dem Land? – Ha, von wegen!

Ich wohne auf dem Land und kann euch ein Lied davon singen, dass man leises Vogelgezwitscher und das Rauschen des nahen Baches höchstens in den frühen Morgenstunden hört. Allerspätestens ab sieben Uhr morgens ist dann Sense mit Ruhe! Da bekommt der Nachbar drei Häuser weiter Kies geliefert, den er ab sieben auf den Weg hinterm Haus schippt. Beim Nachbarn zur linken Seite müssen die Kinder zur Schule. Autotür zu, Autotür wieder auf: „Maaaamaaa! Hab was vergessen!“ Autotür zu, Kind zwei und Kind drei steigen nun ebenfalls ein, Autotür zu  – und Tschüss!

Ab acht Uhr wird’s etwas ruhiger. Doch gegen zehn düst der Bauer auf seinem Traktor an, um die Wiese hinterm Haus zu mähen. Während der nächsten drei Tage wird er mehrmals Gras wenden, dann das Heu aufladen und abtransportieren.

Abends, so gegen halb sechs, mach ich Schluss mit Schreiben. Endlich Feierabend! Essen vorbereiten, Tisch auf der Terrasse decken … aber von wegen Stille, vergiss es!

Die Nachbarin auf der anderen Seite vom Bach hat eine elektrische Wasserpumpe. Damit pumpt sie Grundwasser hoch, um ihr Gemüse zu gießen. Das tut sie jeden Tag zur Feierabendzeit (obwohl sie Rentnerin ist), sogar wenn es eine Stunde vorher erst geregnet hat. Denn ihr Garten ist ihr Ein und Alles! Na gut, wirklich laut ist die Elektropumpe nicht – etwa so, als würde man ein Moped laufen lassen. Nervig halt.

Ist auch schon egal, denn der Nachbar von schräg gegenüber baut. Er baut ganz alleine und seit acht Monaten. Abends nach Feierabend und samstags den ganzen Tag, immer bis halb acht. Steinfließen fräsen. Hämmern. Holz sägen. Hämmern. Schippen. Hämmern. Da beißt du schon langsam in die Tischkante.

Und nicht zu vergessen das Rasenmähen. Hat der eine aufgehört, fängt der andere an. Ach ja, und dann wird natürlich noch Holz gehackt, denn zum schönen Landleben gehört schließlich auch ein Feuer im Kamin.

Manchmal sehne ich mich nach der Ruhe in der Stadt. Gleichmäßige Motorengeräusche hinter schalldichten Fenstern. Balkon zum Hinterhof, höchstens mal fröhliches Kinderlachen. Klar, wenn du direkt über einer Kneipe oder neben einem Biergarten wohnst, hast du Pech gehabt. Gibt‘s allerdings bei uns auf dem Land auch. Und dann noch das Kirchenglockenläuten … Halleluja!

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Nur ein Traum, die sprichwörtliche Ruhe auf dem Lande

So sollte das ideale Autorenfoto aussehen

Es gibt Autoren, die der Bitte des Verlages, ein Foto von sich für Werbezwecke zur Verfügung zu stelle, nicht nachkommen wollen. Man findet sich nicht schön genug, man möchte dann doch lieber anonym bleiben, man findet, dass das Gesicht eines ‚echten‘ Schriftstellers nichts mit seiner Arbeit zu tun hat und empört sich über ein so profanes Ansinnen.

Sich in der heutigen Zeit dem entziehen zu wollen ist nicht besonders schlau. Leser wollen sich ein Bild von ihrem Lieblingsautor machen – auch wenn ein Foto natürlich immer nur Äußerlichkeiten zeigen kann – und Autoren sollten jede Möglichkeit aufgreifen, ein wenig Werbung für sich und ihr Werk zu bekommen. Denn Werbung ist mehr als dünn gesät im Verlagswesen.

Also ergreifen Sie die Chance und lassen Sie sich fotografieren! Am besten von einem Profi. Dabei muss die Aufnahme nicht zwingend eine Studioaufnahme sein. Freiberufliche Fotografen nehmen ihr Modell auch gerne mit nach draußen. Werden Sie von einem Profi fotografiert, müssen Sie sich allerdings das oder die Fotos zur Veröffentlichung freigeben lassen.

Für das Foto im Buch oder das Plakat zur Lesung schicken Sie dem Verlag aber keine Ganzkörperaufnahme, sondern ein Portrait, und am besten eines in Quer- und eines in Hochformat. So hat der Verlag je nach Bedarf die Auswahl.

Ein oft gemachter Fehler: Man lässt sich in der allseits bekannte (vermeintlichen) Denkerpose ablichten! Heißt, der Autor sitzt am Schreibtisch, stützt den Ellenbogen auf und dann sein Kinn in die Hand. Dabei wird das halbe Gesicht verdeckt und ist die Wange verschoben. Wenn ein aufgestütztes Foto, dann muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Gesicht frei bleibt und es keine unschönen Falten gibt.

Ebenfalls ein No-Go ist der Schnappschuss aus dem letzten Urlaub oder von der letzten Lesung oder Handyfotos mit niedriger Auflösung.

Vielleicht kennen Sie aber auch jemanden aus Ihrem Umfeld, der Sie fotografieren kann? Dabei sollte folgendes beachtet werden.

  • Da Autorenfotos zur Veröffentlichung taugen müssen, sollten Sie mit einer hohen Auflösung fotografiert und dann auch weitergegeben werden. JPEG-Dateien in 2 Megabytes bei 300 dpi sind Standard.
  • Ein ruhiger Hintergrund in einer angenehmen Farbe oder neutral in Schwarz, Grau oder Weiß gehalten ist wichtig. Schön ist auch ein verschwommener Hintergrund, der nur noch als Farbenspiel wahrgenommen werden kann.

    Autorin Angelika Lauriel vor einem ruhigen Hintergrund
  • Die Kleidung sollte dezent sein und mit der Hintergrundfarbe harmonieren. Hautflecken mit Puder abdecken, denn sie fallen auf Fotos viel mehr auf, als in Natura!
  • Am besten sind Fotos, die bei Tageslicht aber nicht in der grellen Sonne aufgenommen werden.
  • Muss aber doch eingeblitzt werden, muss man darauf achten, dass es keine Blitzschatten gibt. Das erreicht man, indem man von der Seite an die Decke blizt und/oder das Modell in genügend großem Abstand zum Hintergrund platziert.
  • Da sich in Brillengläsern der Blitz spiegelt, muss gerade auch bei Brillenträgern von der Seite geblitzt werden.
  • Zwar sollten Sie nicht verbissen und ärgerlich dreinschauen, aber Sie müssen nicht zwingend lachen. Im Gegenteil: Beim Lachen verziehen wir oft den Mund, schließen die Augen und haben Falten. Ein freundlicher Blick, ein kleines Lächeln genügen.
  • Sagen Sie dem Fotografen, von welcher Seite Sie sich am liebsten sehen – besser noch, lassen Sie sich von allen Seiten in verschiedenen Posen fotografieren, um dann das Foto auszusuchen, auf dem Sie sympathisch und offen wirken.
  • Entscheiden Sie nicht alleine. Fragen Sie einige Leute aus Ihrem Umfeld, welches Foto ihnen am besten gefällt und vertrauen Sie auch dem Urteil Ihres Fotografen, der vermutlich einen besseren Blick für das perfekte Foto hat, als Sie selbst.

Sie schreiben zusätzlich noch unter einem Pseudonym und benötigen für beide Namen ein Bild? Kein Problem, und Sie müssen auch nicht mit Perücken arbeiten und sich verkleiden! Erstens sind die Leser von AB vermutlich nicht auch die Leser von XY. Zweitens kann schon das Gesicht von rechts oder links fotografiert, eine etwas andere Frisur, die Brille auf oder abgenommen oder ein Hut aufgesetzt einen großen Unterschied machen.

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Mara Laue hat sich für ein Foto mit Hut entschieden

Unter Umständen kann aber auch ein ‚inszeniertes‘ Foto gefragt sein – z.B. für eine Lesung in der ‚Künstler-Fabrik‘ oder für eine Lesung in einem Kindergarten. Dann sollte das thematisch erkennbar sein. Die Kinder sitzen in einem Kreis um Sie herum, Sie selbst bilden dabei den Mittelpunkt des Bildes. Oder Sie sind vor einer entsprechenden Kulisse oder mit einer entsprechenden Requisite abgebildet.

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Dieses Foto entstand für eine Lesung in einem Puppentheater

Wenn Sie all das beachten, bekommen Sie ganz sicher ein schönes Autorenfoto, über das sich Verlag und Leser freuen.

Freundschaft im Märchen – Märchenforum

In der Frühlingsausgabe der Zeitschrift ‚Märchenforum‘ hat sich die Redaktion dem Thema ‚Freundschaft‘ gewidmet. MärchenforscherInnen, MärchenerzählerInnen und AutorInnen stellen Märchen aus aller Welt vor und erörtern ihre Gedanken dazu.

Auch von mir können Sie in dieser Ausgab wieder einen Beitrag lesen. Titel: ‚Freundschaft in der Krise – Was wir von Märchenhelden lernen können‘. Das Märchen, das ich psychologisch deute, trägt den Titel ‚Von zwei Freunden, die sich bekriegten‘ und stammt aus Grönland.

Die Zeitschrift ‚Märchenforum‘ erscheint mit vier Ausgaben jährlich und wird von der Mutabor Märchenstiftung in der Schweiz verlegt.

Hier können Sie sich über das Verlagsprogramm informieren:

Mutabor Märchenstiftung

Hier kommen Sie direkt zum Frühjahrsheft:

Märchenforum – Frühlingsausgabe

Mutabor Märchenstiftung / ISSN: 1662-0666 / Heft 73 / 8,50 € / CHF 10.-

Mehr zum Thema Freundschaft und weiteren Themen, die für die Entwicklung eines Kindes relevant sind, finden Sie auch in ‚Heilende Märchen – Geschichten, die Kinder stark machen‘, ein Longseller, der im Südwest Verlag erschienen ist.

Heilende Märchen

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Heildende Märchen – Geschichten, die Kinder stark machen

Angeline Bauer / Südwest Verlag / ISBN: 978-3-517-09255-3

Liebeskummer – Wie Sie schon bald wieder lachen lernen

Liebeskummer! Der Mensch, den wir am meisten lieben, verlässt uns, und wir können nichts dagegen tun! Das kommt einem Weltuntergang gleich. Was uns wertvoll und wichtig erscheint – Sicherheit, Geborgenheit, Wärme, Vertrauen, Zukunftspläne und Gewohnheiten, die uns mit dem Partner verbinden – all das ist uns von einem Moment auf den anderen genommen geworden. Unser Leben bricht zusammen wie ein Kartenhaus, der Schmerz zerreißt uns schier, und je mehr wir uns auf den Anderen ausgerichtet haben, desto tiefer stürzen wir dabei. Es ist eine Katastrophe von so enormem Ausmaß, dass viele Menschen im ersten Moment glauben, sie nicht überleben zu können.

Tatsächlich ist es oft ein weiter, schmerzvoller Weg, die Trauer um den verlorenen Partner zu bewältigen. Ein Weg, der von Angst, Schuldgefühlen, Selbstzweifel, Wut und Hoffnungslosigkeit begleitet wird. Ein Weg durch ein dunkles Tal, der aber zurück ans Licht führen muss, wenn der Betroffene wieder ein normales, glückliches Leben führen will.

Den Ratgeber, der mit großem Erfolg im Verlag Heinrich Hugendubel in der Reihe ‚Pick up‘ erschienen, inzwischen aber vergriffen ist, habe wir neu aufgelegt.

Das hält er für Sie bereit:

  • Praktischen Tipps für die erste Zeit, in der der Schock noch so tief sitzt, dass man oft keinen Ausweg mehr sieht
  • Anleitung zur Schreibtherapie, Imaginationen, Rituale und Meditationen, die Ihnen dabei helfen können, wieder zu sich zu finden und neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln
  • Affirmationen, die das Selbstbewusstsein stärken

Kleine Inof zu mir als Autorin: Ich leitete nach Abschluss verschiedener Ausbildungen zur Erwachsenenbildnerin neben meiner Autorentätigkeit viele Jahre eine Praxis für Psychologische Beratung, in der ich Techniken der Imaginationstherapie anwandte. Die Imaginationstherapie stützt sich auf Symbolik, Mythologie, Märcheninhalte und Traumdeutung. Als Sachbuchautorin beschäftigte ich vor allem mit den Themenbereichen Psychologie im Märchen, Heilkräuter und Gesundheit.

Seit meinem Umzug nach Süddeutschland arbeite ich wieder vermehrt als Autorin, schreibe u.a. auch Artikel für eine Fachzeitschrift zur Märchentherapie und halte nebenbei Seminare und Vorträge.

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Buch ISBN: 978-3-946280-47-7  –  224 Seiten / Preis 8,99 €
E-Book ISBN: 978-3-946280-46-0  –  Preis 4, 99 €
ASIN: B06WW9FX81

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Radwandern – Praktische Tipps

Radwandern, praktische Tipps für eine gelungene Reise auf zwei Rädern – so der Titel des Radreise-Ratgebers, den wir brandneu veröffentlicht haben.

Seit vielen Jahren bin ich leidenschaftliche Radreisende. Mindestens einmal im Jahr begebe ich mich zusammen mit Mann und Hund auf eine lange Tour. Wir sind den Inn-Radweg von den Schweizer Alpen über Österreich bis Passau geradelt, waren mit dem Rad in Venedig, haben den Balaton umrundet und die Niederlande durchquert, und natürlich sind wir immer wieder an deutschen Flüssen und Seen unterwegs. So haben wir nicht nur viel gesehen, sondern auch eine Menge Erfahrungen gesammelt.

In ‚Radwandern – Praktische Tipps für eine gelungene Reise auf zwei Rädern‘ gebe ich zu allen wichtigen Fragen rund ums Reisen per Fahrrad Tipps und Anregungen. Das richtige Material, die Routenplanung und die manchmal schwierige Herausforderung der An- und Heimreise werden thematisiert, sowie Fragen zu Hotelbuchungen, Camping und anderen praktischen Vorkehrungen, die getroffen werden müssen, um einen gelungenen Urlaub auf dem Rad verbringen zu können. Dazu kommt ein Sonderteil ‚Radreisen mit Hund‘.

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Dieser Ratgeber hilft, eine Radreise zu zweit, in der Gruppe oder mit Kind bestmöglich vorzubereiten

 

Inhaltsverzeichnis:

Erste Überlegungen
Alleine unterwegs
Zu zweit unterwegs
Gruppenreisen mit einem Veranstalter
Selbstorganisierte Gruppenreisen
Familien mit Kind
So muss ein Transportanhänger für Ihr Kind ausgestattet sein
Das Rad und alles was dazugehört
Rad, Sattel und Inspektion
Unterwegs mit dem E-Bike
Die optimale Gepäckausstattung für Ihre Radreise
Reisevorbereitungen
Die beste Reisezeit
Training und Ausdauer
Die Route planen
Stadtbesichtigungen und Sightseeing
Das klassische Kartenmaterial auf Papier
Digitales Kartenmaterial
Übernachtung mit dem Zelt
Zimmer mieten
An- und Abreise organisieren
Das Rad mit dem Auto transportieren
An- oder Heimreise mit der Bahn
An- oder Heimreise mit dem Bus
Fahrrad als Fluggepäck
Die angemessene Kleidung
Schuhe, Helm und Brille
Freundlich unterwegs
Was ist erlaubt, was nicht – Verkehrsregeln
Tipps und Tricks beim Rad fahren
Fotografieren und filmen unterwegs
Checkliste für Ihre Radtour
Erste Hilfe bei Verletzungen
Telefonnummern und Adressen für Notfälle
Sonderteil – Radreisen mit Hund

 

E-Book – ISBN: 978-3-946280-43-9 – Preis 4,99 €
ASIN: B06WV9HCG4

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Gebundenes Buch – ISBN: 978-3-946280-45-3 – Preis 9,99 €

Krk – ein Fotostreifzug

Unserem neu überarbeiteten Reiseführer ‚Krk – Der praktische Reiseführer für Ihren Inseltrip ‚ habe ich jetzt einen Link zu einem Fotostreifzug quer über diese wunderschöne Insel beigefügt. Diesen Link will ich auch den Besuchern meiner Homepage nicht vorenthalten.

Hier ist er: Fotostreifzug Krk einfach anklicken und genießen.

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ISBN: E-Book 978-3-946280-12-5 / ASIN: E-Book B017WDI53G

ISBN: Taschenbuch 978-3-946280-17-0

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München – Städtetrip by arp

München ist wahrlich eine Reise wert – und nun gibt es auch einen Reiseführer aus unserem Verlag , der Sie bei Ihrem Besuch dieser wunderbaren Stadt begleiten kann!

>Weltstadt mit Herz< – das ist nicht nur so ein Slogan. Obwohl in München eineinhalb Millionen Menschen leben, wird Gemütlichkeit immer noch großgeschrieben, und obwohl jeder vierte Münchner ausländische Wurzeln hat, funktioniert das Zusammensein. Was Kriminalität betrifft, gilt München als sicherste Großstadt Deutschlands und zählt gleichzeitig zu den bedeutendsten Finanzzentren weltweit. Daneben hat die Stadt auch noch eine ganze Menge mehr als nur das Oktoberfest zu bieten! Die drittgrößte Oper der Welt, das Deutsche Museum, das als größtes naturwissenschaftlich-technisches Museum weltweit gilt, großartige Schlösser und viele andere Sehenswürdigkeiten.

Mit diesem Reiseführer wird es Ihnen leichtfallen, sich auf Ihrem Kurztrip in München zurechtzufinden. Der Altstadt-Rundgang, den wir für Sie zusammengestellt haben, bringt Sie in logischer Reihenfolge zu den angesagten Sehenswürdigkeiten. Viele Tipps und die wichtigsten Adressen, Links und Telefonnummern ersparen Ihnen in der Vorbereitungsphase Ihres Städtetrips mühevolles Recherchieren. Besondere Museen und Festivals finden ebenso Erwähnung wie z.B. Parkmöglichkeiten, regionale Spezialitäten, Hinweise für Rollstuhlfahrer, Camper oder Hundebesitzer.

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Um Sie schon einmal auf die Bayrische Landeshauptstadt einzustimmen, haben wir einen einen Foto-Rundgang für Sie zusammengestellt. Um die Fotos zu sehen, klicken Sie hier:

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ISBN E-Book: 978-3-946280-29-3 / Preis: 4, 99 €

ASIN: B01NH9HJPM (E-Book bei Amazon)

ISBN Buch: 978-3-946280-28-6 / Preis: 8,99 €

Bilderbogen München ansehen

Der Innradweg auf zwei Rädern und vier Beinen

Unsere Neuerscheinung im Januar – Der Innradweg auf zwei Rädern und vier Pfoten. Ein heiterer Erlebnisbericht, verfasst aus der Sicht eines Hundes.

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Der Innradweg auf zwei Rädern und vier Pfoten

Obwohl der Text sich auf den Inn-Radweg bezieht, gibt er ganz allgemein Tipps für Radfahrer, die allein oder in Begleitung ihres Vierbeiners das wundervolle Abenteuer einer Radwanderung wagen wollen. Das E-Book ersetzt keinen Reiseführer mit Kartenmaterial, doch es stimmt sie mit Humor auf Ihren Rad-Urlaub ein und hilft denen, die noch nie auf einer Radreise waren, bei ihrer Entscheidung für oder gegen so einen Trip. Es werden die Strecke des Innradwegs und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschrieben, so können Sie sich schon vorab im Internet informieren und herausfinden, wo Sie Stopps einlegen wollen. Vor allem aber soll dieses kleine Büchlein den Lesern Spaß bringen und Mut zum Radwandern machen!

Leseprobe

An diesem Tag waren meine Menschen ziemlich tapfer. Der Regen, die Kälte, die schwierige Strecke – und bei all dem sind sie statt der geplanten 46 auch noch 64 Kilometer geradelt! Mich hatten sie mal wieder in den Anhänger verbannt, bei dem Schweinewetter war es mir allerdings ganz recht.

Das mit den 64 Kilometern kam so: Angeline hatte Übernachtung in Ried geplant, allerdings kein Zimmer vorbestellt. René wollte dann aber unbedingt noch bis Landeck fahren. Sie sagte: „Warum? Wenn wir morgen früh loskommen, sind wir schon gegen zehn, spätestens elf Uhr in Landeck. Da kannst Du dann gleich den Zug nehmen, um das Auto nachzuholen, und in ein paar Stunden bist du zurück.“

Er entgegnete: „Wer weiß, vielleicht regnet es morgen immer noch, dann bin ich durchnässt, wenn wir ankommen, und ich muss duschen und andere Sachen anziehen, bevor ich wegkomme. Mir ist es lieber, ich kann mich gleich nach dem Aufstehen gemütlich zum Bus trollen.“

Sie: „Aber ich bin müde, ich kann jetzt nicht noch mal achtzehn Kilometer fahren.“

Er: „Das schaffst du schon!“ Punkt und aus.

Ich habe ihn angesehen, ich habe sie angesehen und an die Leute von gestern gedacht. Angeline war schließlich fix und fertig, und ich war auch reif für `ne Dose! Ist René etwa derselbe Macho wie der Typ von gestern?

Mir fiel wieder ein, wie sie sich zu Hause alles so romantisch ausgemalt hatten: Reisen wie zu Goethes Zeiten! Die Landschaft, zum Greifen nah, zieht gemächlich an Dir vorüber. Du riechst das Gras, die Blumen, den Fluss, du spürst das Wetter ‚hautnah‘ (!!!), und mehr als 50 oder auch mal 60 Kilometer pro Tag schaffst du nicht … Hab ja gleich gewusst, dass die Wirklichkeit etwas weniger blumig aussehen würde.

Angeline hat sich überreden lassen weiterzufahren und ist uns unter Murren gefolgt. „Frauen fügen sich, weil sie sonst befürchten müssen, Zicke genannt zu werden“, hat sie René angemosert.

„Quatsch“, blaffte er zurück.

„Kein Quatsch! Wenn wir Frauen streiten, heißt es immer gleich ‚Zickenkrieg‘. Männer die streiten, haben natürlich eine ernsthafte Auseinandersetzung.“

Angeline war sauer, hatte aber versucht, sich das nicht anmerken zu lassen. René hatte ein schlechtes Gewissen, hatte ebenfalls versucht, sich das nicht anmerken zu lassen. Und ich lief daneben her und versuchte so zu tun, als ob nichts wäre. Für mich ist das echt schwer, wenn die streiten. Zwar öffnen sie mir auf jeden Fall immer eine Dose, egal wie sauer sie aufeinander sind, aber als harmonieliebender Familienhund will man schließlich, dass alle glücklich und zufrieden sind.

Wenigstens mussten wir in Landeck nicht lange nach einem Gasthaus suchen, denn das hatte Angeline wiederum vorbestellt. Allerdings waren wir ja jetzt einen Tag zu früh dran! Doch denen im Gasthaus war es recht, dass wir zwei Nächte bleiben wollten, die hatten freie Zimmer genug.

Während Angeline auspackte und mich mit Futter versorgte, ging René schon mal zur Touristeninfo, um sich zu erkundigen, wo morgen der Postbus starten würde, von dem er im Internet gelesen hatte, dass er etwa stündlich fährt. Aber von wegen stündlich! Von so einem Bus wusste hier niemand. Es gab zwar eine Verbindung nach Maloja, aber der Bus fuhr morgens und dann wieder mittags – und das war genau der Bus, den wir auch hätten nehmen müssen, wenn wir mit der Bahn angereist wären. Bedeutete eine kleine Weltreise und viermal umsteigen!

René kam zurück und sagte mit leisem Triumph in der Stimme: „Da kann ich wirklich froh sein, dass ich morgen gleich in der Früh loskomme und den ganzen Tag Zeit habe! Wenn wir erst gegen elf angekommen wären, hätte ich womöglich noch den Mittagsbus versäumt, und wir hätten einen zweiten Ruhetag einlegen müssen.“

Angeline und ich haben Blicke getauscht – was soll man da noch sagen.

Aber auf Sieg folgt Schlappe, so ist das nun mal im Leben. Deshalb erzähle ich jetzt auch, was René am Abend angestellt hat. Es könnte ihm peinlich sein, aber Angeline hatte sich fast totgelacht.

Um Platz im Gepäck zu sparen, hatte sie etwas Calendulasalbe für eventuelle Schäden am verlängerten Rücken aus dem riesigen Salbentopf in ein kleines schwarzes Töpfchen umgefüllt. In diesem Töpfchen war einst Augenmakeupcreme gewesen. Die trägt Angeline aufs Augenlid auf, dann hält der Lidschatten besser. Augenmakeupcreme hatte sie natürlich auch dabei, weil sie ohne Lidschatten und Wimperntusche nicht aus dem Haus geht. Sie sagt, sonst fühlt sie sich ‚nackt‘, und nackt will sie nicht radeln. Es waren also zwei gleiche Töpfchen mit grundverschiedenem Inhalt im Kulturbeutel. Egal, hatte sie gedacht, man erkennt es ja, weil die eine Creme weiß und die andere hautfarben ist.

Als wir in Landeck ankamen – 6 Stunden im Sattel! – benutzte Angeline das Töpfchen mit der Calendulasalbe, hielt es René hin und fragte: „Du auch?“

Er schüttelte den Kopf. Quatsch, Salbe! So was hat ein echter Kerl doch nicht nötig!

Am nächsten Morgen, als Angeline sich schminken wollte, stieß sie einen Entsetzensschrei aus! „Was ist mit meiner Augenmakeupcreme passiert?“ Sie kam aus dem Bad, hielt das Töpfchen hoch und sah mich bohrend an – als ob ich ein kleines schwarzes Töpfchen klauen, vorsichtig aufdrehen, den Inhalt verspeisen und dann wieder zudrehen würde!

Ich sah René an, und René sah Angeline an. Er hob beide Augenbrauen, was er immer tut, wenn er sich wundert. „Warum Augenmakeupcreme? – Calendulasalbe!“

Angeline klappte den Mund auf und wieder zu. Sie wollte sich gerade ärgern, so eine Creme ist nicht billig, aber dann siegte doch ihr Humor, und sie brach in schallendes Gelächter aus. Ob René seinen Allerwertesten etwa schminken wollte, und ob der jetzt wohl ein hübscheres ‚Gesicht‘ hatte?

René ließ sie lachen, er wusste, das würde ihr gleich vergehen. Er hatte nämlich inzwischen aus dem Fenster geguckt, und das tat Angeline jetzt auch. Boh, und da ist sie ganz schön erschrocken. Dort drüben, der Berg, der war gestern noch grün gewesen, jetzt reichte der Schnee fast bis zur Stadt herunter. Wie mochte es da wohl erst droben in Maloja aussehen?

War dann aber gar nicht so schlimm. Als René am Spätnachmittag mit dem Auto zurückkam, meinte er lapidar: „Droben in der Schweiz hat es auch bloß auf den Bergen geschneit.“

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Krimifrühstück – Lesung mit Inge Löhnig

Es ist eine schöne Tradition geworden, dass es jedes Jahr Anfang Januar in der Bücherei Grassau ein Krimifrühstück gibt. So auch an diesem Samstag, den 14.1.2017.
Zum ‚kleinen Brunch‘ las die Bestsellerautorin Inge Löhnig aus ihrem neunten Kriminalroman ‚Gedenke mein‘. Während in ihren früheren Romanen noch Kriminalhauptkommissar Dühnfort ermittelte, steht nun seine Lebensgefährtin Gina Angelucci, ebenfalls Kommissarin, im Mittelpunkt des Geschehens. Sie löst einen alten Fall, der bereits zu den Akten gelegt war.
Die Autorin hat eine angenehme Stimme, trägt sicher und gekonnt vor und hat ihre Textstellen treffend ausgewählt – eine rundum gelungene Lesung, zu der es sich bei Schnee und eisglatten Straßen zu kommen gelohnt hat.
In der anschließenden Fragerunde gab es dann auch noch so manches zu lachen, und Inge Löhnig gewährte Einblick in ihre Arbeit als Krimiautorin, was nicht minder interessant war.
Fazit: Sollte Frau Löhnig mal in Ihrer Umgebung lesen, unbedingt hingehen!

Mehr über die Autorin und ihre Veröffentlichungen finden Sie hier:

Inge Löhnig – Krimiautorin

Flamenco im ‚Peña Amigos del Cante‘ in Chiclana

Einen beeindruckenden Abend erlebten wir im ‚Peña Amigos del Cante‘, einem Flamenco-Lokal in Chiclana.
Chiclana de la Frontera, um genau zu sein, ist eine Stadt mit gut 80 000 Einwohnern im Süden Spaniens an der Costa de la Luz. Cádiz liegt etwa dreißig, Gibraltar 120 Kilometer entfernt.
Andalusien also – und hört man Andalusien, denkt man sofort an Sonne, Pferde und Flamenco. Doch wo bekommt man authentischen Flamenco geboten? Eine Adresse zu finden, erwies sich als gar nicht so einfach!
Nach langem Fragen und Suchen stießen wir auf das ‚Peña Amigos del Cante‘ in Chiclana, eine halbe Fahrstunde von unserem Urlaubsort entfernt. Dort begann gerade ein neuer Zyklus des „Viernes Flamenco“ – jeden Freitagabend um 20 Uhr 30 zu sehen und zu hören.
Wir hatten einen wunderbaren Abend! Wirklich beeindruckend, was Sänger und Gitarristen dort boten! Flamenco vom Feinsten! Und geradezu rührend, wie nett und gastfreundlich man uns begegnete: Nicht nur der Herr Bürgermeister und das Regionalfernsehen wurden über Mikrofron begrüßt – auch wir, die beiden ‚deutschen Gäste‘.
Sollten Sie zufällig einmal in der Nähe von Chicklana sein und authentischen Flamenco erleben wollen, lassen Sie sich das nicht entgehen! Sie finden das ‚Peña Amigos del Cante‘ in der

Calle Iro 20
11130 Chiclana de la Frontera
Cádiz, Spanien
Telefon: 956 401                            Link zu Peña Amigos del Cante

Bhutan – ein Staat macht sich auf, das Glück zu finden

Bhutan ist ein Bergland von der Größe der Schweiz – klein also und weitab zwischen dem östlichen Himalaya und Indien gelegen. Es ist das letzte Königreich Tibets und bekannt für seine Tempel aus dem 7. Jahrhundert und seine Bergklöster. Das vielleicht schönste davon ist das Taktshang Coemba, das Tigernest Kloster.

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Bhutan – Tigernest Kloster

Fernsehen gibt es in Bhutan erst seit der letzten Jahrtausendwende, und die Natur ist noch intakt, denn der Schutz der Umwelt ist, wie die Bewahrung traditioneller und kultureller Werte, per Verfassung festgeschrieben.
Wichtig ist der Regierung Bhutans auch die Bildung. Selbst im abgelegensten Tal des Landes gibt es eine Schule, und in allen Schule wird nicht nur das Schreiben und Lesen gelehrt, sondern auch das Glück. Die Lehrpläne zu diesem Fach hat der Buddhismus-Lehrer und promovierte Erziehungswissenschaftler Dr. Ha Vinh Tho maßgeblich mitentwickelt. Er hat vietnamesisch-französische Wurzeln, denn seine Mutter stammte aus Frankreich und war Katholikin, während sein Vater aus Vietnam kam und Buddhist war.
Dr. Ha Vinh Tho vertritt die Meinung, dass Glück erlernbar ist und steht damit nicht alleine. Auf der Basis dieses Wissens wird in den Schulen von Bhutan täglich meditiert und werden neben akademischen auch soziale und emotionale Fähigkeiten gefördert.
„Wir versuchen, ein Schulsystem aufzubauen, wo eben Kooperation stärker ist als Kompetition“, erklärte er in einem Interview in Deutschlandradio Kultur.
Dass Glück erlernbar ist, vertritt er auch in seinem Buch mit dem Titel ‚Grundrecht auf Glück‘ und weist darauf hin, dass es nicht nur die äußeren Umstände sind, die über Glück und Zufriedenheit entscheiden, sondern die innere Haltung.
Vielleicht werden auch in Bhutan nie paradiesische Zustände herrschen. Doch gerade in der heutigen Zeit, in der Krieg und Terror herrschen, ist es ein wunderbares Experiment – ein kleines Land zwischen Tibet und Indien macht sich auf, das Glück zu finden!

Hier erfahren Sie mehr über Dr . Ha Vinh Tho

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Grundrecht auf Glück

Bestellen: Grundrecht auf Glück

Auch aus unserem Verlag gibt es ein interessantes Buch zum Thema Glück. Hier werden Märchen psychologisch gedeutet. Märchen wurden einst in Spinnstuben und an Lagerfeuern erzählt. Sie sind Allgemeingut der Menschheit und ein Brunnen an psychologischen Schätzen, aus dem wir schöpfen können, um viel über uns und unser Tun und Denken zu lernen.

So finde ich mein Glück – Märchen zum Gelingen des Lebens

Bestellen: So finde ich mein Glück